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Mittheilungen aus dem Reisetagebuche eines deutschen Naturforschers : England / [Ch.F. Schönbein]
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möchte, mit dem äußern Anschauen begnügen. ES fehlt auchwirklich nie an Leuten, welche vor dem geräumigen Gebäudestehen und Blicke voll Reugierde nnd Verwunderung gegendie Fenster richten, durch welche man einige Instrumentesehen kann.

Ohne Zweifel genießt unter allen Wissenschaften die Astro-nomie in der Laienwelt deö allergrößten Ansehens und selbstLeute, die in der Welt nichts Werthvolleres kennen, alsmateriellen Besitz und welche einen Menschen auf der Stufen-leiter der Gesellschaft um so höher stellen, je mehr derselbeThaler und Louisd'ore besitzt, fühlen doch eine Art vonRespect gegen einen Himmelökundigen, selbst wenn derselbekeinen Heller in seiner Tasche haben sollte.

Dem Menschen, der von Hause aus ein arg unwissendesGeschöpf ist, namentlich in Hinsicht auf die Erscheinungen,welche in den tiefen HimmelSräumen Statt finden, muß eShöchst wunderbar und unbegreifllich erscheinen, daß Jemandseines Geschlechtes im Stande sein soll, mit Haaresschärfedie Entfernung, Größe und Bewegung Millionen Meilenweit von uns abliegender Weltkörper zu bestimmen, aus dieSekunde, ja den Augenblick hinaus den Eintritt einer Son-nen- oder Mondfinstcrniß vorherzusagen, sogar die Höhe einesMondberges mit eben der Genauigkeit auSzumitteln, mitwelcher die Höhe eines KirchthurmeS gemessen wird. Hältder Mensch seine ihm angeborne tiefe Unwissenheit zusammenmit der so weit gehenden Kenntniß des Astronomen, so mußer in dieser eine Art höherer Offenbarung und im Himmel-kundigen ein von der Gottheit besonders bevorrechtetesWesen sehen.

Wenn es gewiß ist, daß die Schwierigkeit der Lösung