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Mittheilungen aus dem Reisetagebuche eines deutschen Naturforschers : England / [Ch.F. Schönbein]
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tannienS steht. Karl der Zweite, bekanntlich ein großerLiebhaber der Nautik, war der Stifter dieser Anstalt, welcheder höchsten und erhabensten aller menschlichen Wissenschaf-ten schon so viele und schöne Früchte getragen hat. SirJonaS Moore gebührt die Ehre, den erste» Vorschlag zuderen Einrichtung gemacht zu haben, und der große Bau-meister von St. Paul, Christoph Wren, war es, der das alteSchloß von Greenwich als den geeignetsten Ort für einObservatorium empfahl. Der berühmte Flamsteed, seinesStandes ein Geistlicher, wurde von Karl zum königlichenAstronomen ernannt, und heute noch trägt daher die Green-wicher Sternwarte den Namen: »kiaEtesil Kouse.« Wennes häufig geschieht, daß viele wichtige Stellungen in derGesellschaft eingenommen werden von Menschen, die dafürweder Beruf »och Fähigkeit haben, so gibt es doch einige,welche nur Denen zugänglich find, die gegründeten Anspruchdarauf haben. Minister, General, Bischof, ja selbst KönigKaiser und Papst kann endlich ein Jeder seyn, nicht aberz. B. ein Astronom von Greenwich; gehen wir daher dasVerzeichniß der Nachfolger von Flamsteed durch, so findenwir darin lauter Männer, deren Ruf weit über die Gren-zen Großbritanniens hinausgeht, wie die Namen Halley,Bradley, Maskelyne, Pond und Airy beweisen.

Versteht sich von selbst, daß der Besuch der Sternwartesehr erschwert ist; in der That nur eine »Orllvr« vom Prä-sidenten der königlichen Gesellschaft oder eine besondere Er-laubniß des königlichen Astronomen öffnet die Thüre. Diegrößte Zahl der Besucher des Parkes kommt deßhalb nichtdazu, in das Innere dieses Tempels der Wissenschaft zublicken, und muß steh, wie stark auch die Lust hiezu sein