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Mittheilungen aus dem Reisetagebuche eines deutschen Naturforschers : England / [Ch.F. Schönbein]
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80
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so

immer noch Leute gäbe/ welche daü Fahren auf der Eisen-bahn als eine leichtsinnige Wagchalsigkeit ansehen lind ihrewerthen Personen deßhalb derselben nicht anvertrauen wollen.Wie verödet steht nun die vor Kurzem noch so belebte Land-straße da und welche Verluste müssen nicht allein den Wir-then erwachsen sein/ deren Gasthöfe an derselben gelegensind! Wenn jene daher über die Eisenbahnen als über dieunhcilsvollste Erfindung unserer Zeiten schimpfen/ so dürfenwir ihnen dieß kaum verübeln; denn wenig wird sie dienational-ökonomische Versicherung trösten/ daß bei diesenneuen Verkehrswegen die Gesellschaft im Ganzen ungeheuergewinne.

Einer der fünf oder sechs Tunnel/ welche man von Lon-don bis Birmingham zu durchlaufen hat/ ist nahe zwei eng-lische Meilen lang/ und die Reisenden/ welche zum erstenMale in denselben einfahren/ werden von einem Gefühleergriffen/ das mit Furcht ziemlich nahe verwandt ist. Manwird aus lichter Tageshelle beinahe urplötzlich in dicke egyp-tische Finsterniß versetzt und das Gerassel/ hervorgebracht vonvierzig schweren mit der Schnelligkeit des WindeS dahinrollenden Wagen/ ist in dem langen und hohen Gewölbewahrhaft erschreckend. Und begegnen sich gar zwei Wagen-züge in diesem Orte/ so wird das Getöse ganz infernal undkann man sich leicht einbilden/ in die Unterwelt verschlagenworden zu sein. Niemand ist so neugierig/ zum Wagenfensterden Kopf hinauszustrecken/ aus Furcht/ um denselben kürzerzu werden; alles duckt und schmückt sich und kaum wagenes die Leute/ sich zu bewegen. Hie und da fahren einigeFunken von dem Fenerheerde in das Gewölbe hinauS/ welchegerade so viel Helle verbreiten/ als nöthig ist/ um die darin