spricht man dem Portwein am meisten zu und in der Thateignet sich derselbe vor allen übrigen für das englische Klimaund für die englische Kost. Er ist der kräftigste aller be-kannten Weine der Erde, da er nicht weniger als 2Z°/^Weingeist enthält, während die stärksten französischen etwa18 °/o und die geistreichsten Rheinweine nur gegen 12 davonhaben. Trotz seiner Stärke wirkt der Portwein, selbst ineiniger Quantität genossen, nicht heftig aufregend; er bringtnur eine äußerst behagliche Wärme im ganzen Körper her-vor, ist wegen seiner Milde und Säurelosigkeit dem Magensehr zuträglich und scheint dem Verdauungswerk guten Vor-schub zu leisten. Um jedoch in dem beliebten portugiesischenGetränk alle die guten Eigenschaften zu entwickeln, dereneS fähig ist, muß dasselbe nicht nur von Hause auS gut und8—io Jahre alt sein, sondern auch einige Male die Liniegekreuzt haben. Manches Faß des edlen Weines wandertdaher zu Schiff nach Ostindien und wieder zurück, be-vor man ihn für würdig hält, auf den Tafeln der vorneh-men und reichen Leute zu erscheinen.
Unter den Mitgäften befand sich ein junger nordamertka-nischer Naturforscher, der sich durch eine gewisse Redselig-keil auszeichnete, sich jedoch hicdurch eher empfahl undunterhaltend als langweilig und unangenehm machte. Unserjunge Mann war eben erst in England angekommen und ihmüberhaupt noch das alte Europa frische und jungfräulicheErde. Die Tischgesellschaft der Mehrzahl nach zusammen-gesetzt auS vielgereisten Männern von reifem Alter, reicherErfahrung und großer Menschenkcnntniß lieh dem zungen-fertigen Amerikaner auf einige Zeit gern ihr Ohr und hörtemit großer Gutmüthigkeit die Lobsprüchc an , welche er in