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Mittheilungen aus dem Reisetagebuche eines deutschen Naturforschers : England / [Ch.F. Schönbein]
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ften Seiten seiner gemüthlichen und geistigen Persönlich,keit ausdrückten.

So waren die Anfänge des Kunstwerkes, welches jetztdie Halle von Di-nyton msnor Uouss ziert und das bestimmtist, künftigen Geschlechtern das Bild deS Mannes zu übenliefern, der wie kein anderer Schriftsteller der neuern Zei-ten verstanden hat, durch die Schöpfungen seines dichte-«sehen Geistes Millionen von Menschen aus allen Zungendie reinsten Genüsse zu verschaffen und durch den Zauberseiner Schilderungen selbst die trockensten Seelen zu ent-zücken, ohne sich hiezu anderer Mittel zu bedienen, als der-jenigen, welche die edelste Humanität, die reinste Phantasie,der einfachste Geschmack und der gutmüthigste Humor andie Hand geben. Die voranstchende Geschichte der Entste-hung der unvergleichlichen Büste von Walter Scott wirdauch von Lockhart in dem Leben seines Schwiegervaters er-zählt und es wurde dieselbe, wie mir Perl sagte, von ihmdem Verfasser deS genannten Werkes mitgetheilt.

Wie auf den meisten Landsitzen englischer Reichen derBibliothek der schönste Saal deS Hauseö eingeräumt ist, soauch in vlil^tün mrmoi- Houss. Leider war uns die Zeitso kurz zugemessen, daß wir unö nur wenig in diesem ebenso pracht- als geschmackvollen Gemach umsehen konnten.Wir hatten jedoch Gelegenheit genug, um uns zu überzeugen,daß Sir Roberts Büchersammlung eine nicht nur sehr reiche,sondern auch ausgesuchte ist. Bei der Vorliebe der Britenfür das Alterthum fehlen wohl in keiner englischen Privat-bibliothek die römischen und griechischen Klassiker und siewaren natürlich auch in der Peel'schen vorhanden. Bei wei-ten, der größere Theil der Bibliothek aber schien mir der