Buch 
Mittheilungen aus dem Reisetagebuche eines deutschen Naturforschers : England / [Ch.F. Schönbein]
Entstehung
Seite
143
JPEG-Download
 

143

Rente von 1520000 Pfd. Sterling zieht. Eine andereauf ähnliche Weise entstandene und noch größere Höhle be-findet stch unterhalb der eben jetzt in Ausbeutung begriffenen.Lord Ward erwies der Gesellschaft die Aufmerksamkeit/ dieseriesenhaften unterirdischen Gewölbe auf das Glänzendste be-leuchten zu lassen, was demselben eine Ausgabe von vielhundert Pfunden veranlaßt haben muß; denn die Zahl deraufgestellten Lichter ging inö Unglaubliche und überdießbrannten in kurzen Zwischenräumen durch die ganze Er-ftreckung der Höhle hin auf seitlich eingehaltenen GallertenKunftfeuer von den verschiedensten Farben. Hier stieg einemassenhafte Strontianflamme auf und verbreitete ihr höllen-artigeS Licht in den weiten Gewölben, dort wurde das Augedurch indianisches Wcißfeuer geblendet und die dunkelsteNacht in den hellsten Tag umgewandelt. Man stieg, umden Eingang der Höhle zu gewinnen, von einer ansehnlichenHöhe durch einen Kessel hinab und unten angelangt, standenauf einem in das Innere führenden Kanal Boote zu unsererAufnahme bereit. Da die Beleuchtung der Dustl^ Lsvörvsein höchst seltenes Ereigniß ist, so strömten aus der Umge-gend trotz des abscheulichsten Wetters taufende von Menschenzusammen, um Augenzeuge des eben so ungewohnten alsprachtvollen Schauspieles zu sein. Natürlich konnte dieseMenge nur dem kleinern Theile nach auf Boote gebrachtwerden und mußten die Meisten auf dem neben den Galle-rten hinlaufenden Weg vorwärts gelangen.

Eben, als das vorderste Boot, auf dem stch meine Wenig-keit befand, durch daS kühn gesprengte Felsenthor einfuhrund wir den ersten Blick über das unübersehbare Lichter-und Flammenmeer geworfen hatten, erdröhnte das lange