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Mittheilungen aus dem Reisetagebuche eines deutschen Naturforschers : England / [Ch.F. Schönbein]
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ein Rudel derselben auf einem üppigen Rasen gelagert;aber so zahm benahmen sich diese schönen sonst so scheuenThiere, daß das Wagengerasscl und Pferdegetrabe kaumihre Aufmerksamkeit auf sich zog und sie im Grasen auchnicht im Geringsten durch unsere Ankunft sich stören ließen.Die in englischen Parken herrschende Ruhe und Stille; ihresanft auf, und absteigende«/ oft lange hingestreckten Flächendeö üppigsten und auf das Reinlichste gehaltenen Rasens;die denselben bedeckenden uralten Eichen und Linden mitihrem reichen Ast- und Laubwerk; die ruhig und in denanmuthigsten Windungen dahin fließenden Gewässer; dasbald in malerischen Gruppen gelagerte/ bald in flinker Be-wegnng begriffene Hochwild; die in aller Sicherheit aufden viel hundertjährigen Bäumen hausenden Vogel/ all dießverfehlte niemals auf mich den eigenthümlichsten Eindruckzu machen und Gefühle zu erregen/ die ich nur schwer be-schreiben kann. ES überfiel mich in einer solchen Umgebungimmer eine Art süßer Melancholie und genußvoller Schwer,muth/ gemengt milder Empfindung vollkommener Behaglich,keit und ruhiger Freude. Wenn eS nun ein glücklicherZufall wollte/ daß das Tagesgestirn eben am westlichenHimmel hinab sank und dessen warmes und doch mildesGoldlicht schräg durch die Eichenhaine auf ausgebreiteteSammttcppiche warf und riesenhafte Schatten auf denselbenzeichnete/ dann steigerten sich in meinem Gemüthe die Ge.fühle bis zum Wonnehaften. Noch heute empfinde ich denschönsten Nachgenuß/ wenn ich mir die einsamen Spazicr-gänge inS Gedächtniß zurückruft/ die ich während meinesfrühern Aufenthaltes in England häufig in einem herrlichennahe bei Leatherhead gelegenen Park anstellte. Stundenlang