sich nicht von ihrer Stelle. Einstweilen waren einige Paarevorangegangen; der ausländische Gentleman machte einenneuen Versuch/ dem Zuge sich anzuschließen/ aber der alteWiderstand wiederholte sich/ ein Umstand/ welcher den sonstmit so vieler Leichtigkeit sich bewegenden Mann in einigeVerlegenheit setzte. Erst als alle Käste den llraviuA ro«mverlassen hatte«/ folgte die schöne Gräfin ihrem Begleiterund gewiß hat auf dem Wege zu Tische die Liebenswürdig-keit ihrer nicht unterlassen / dem etwas betroffenen
Gaste die nöthigen Aufklärungen über den von ihr ihm gelei-steten Widerstand zu geben.
Nichts ist an und für sich unwesentlicher/ als die beigewissen Anlässe» beobachtete» geselligen Formen; nichts istaber dennoch zu einer freien und behaglichen Bewegung inder Gesellschaft nothwendiger und unerläßlicher/ alö einegenaue Kenntniß dieser Sitten und eine vollkommene UebungS-fertigkeit in denselben. Ich kenne Leute/ die voll Witz/ vollOriginalität/ voll Geist sind und in bekannter Umgebungals die interessantesten Gesellschafter sich erproben; welcheaber stumm/ ungelenk und befangen werde»/ sobald dasGeschick sie in einen Kreis wirst/ in welchem die geselligenGebräuche und Umgangsformen von der gewohnten Weiseabweichen. Und diese Erfahrung ist eö/ die in der Regelmein Urtheil über fremde Menschen mich zurückhalten läßt/deren Betragen in der Gesellschaft kein bemerkliches Zeichenvon Bildung/ Welt und Geist gibt und die dem erstenBlicke eher beschränkt und unbedeutend / als das Gegentheilerscheinen.
In vornehmen wie in geringen englischen Häusern wirdvor oder nach Tisch gebetet; befindet sich nun in der Gesell-