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Mittheilungen aus dem Reisetagebuche eines deutschen Naturforschers : England / [Ch.F. Schönbein]
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160
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Klassen ihre körperliche Auszeichnung verdanken. Ich wille6 versuchen, über diesen Gegenstand einige Ansichten zuentwickeln.

An die Spitze dieser Ursachen dars gewiß die Abstam-mung der heutigen Engländer gestellt werden. Die Anglo.sachsen waren im Punkte des Körperbaues ein frisches undstattliches Geschlecht; auch die Dänen und Normannenbrachten kein schlechtes Blut nach Albion hinüber und eswaren letztere namentlich gesunde Reiser, ganz dazu gemacht,auf den kräftigen ihnen verwandten germanischen Stammgepfropft zu werden.

In Frankreich half die Einführung deutschen Blutessehr wenig oder gar nichts; die gallische Natur waltete dortzu sehr vor, alö daß das germanische Element eine wesent-liche Veränderung in dem körperlichen und geistigen Habitusder dasigen Bevölkerung hätte bewirken können; weßhalbauch die Neufranken ihren einheimischen Urvätern noch soähnlich sehen, als wären sie vollblütige Gallier.

Wer weiß es nicht, daß bei Thieren die Art der ihnengegebenen Nahrung und eine sorgfältige reinliche Haltungund Pflege den größten Einfluß aus Lcibeöbeschaffenheit auö-üben? Und warum sollte dieß beim Menschen anders sein?Die britische Kost ist einfach und kräftig; das feinste Weitzen-brod, das saftigste Rind- und Schaffleisch, die vortrefflicheKartoffel, bilden die Hauptnahrung von Reich und Arm,von Vornehm und Gering.

Und was Reinlichkeit betrifft, so wird das britische Volkvon keinem andern übertreffen. Es verwendet die größteSorgfalt auf die Reinhaltung des Körpers und nirgendsin der Welt wird zu diesem Behufe ein so ausgedehnter