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Mittheilungen aus dem Reisetagebuche eines deutschen Naturforschers : England / [Ch.F. Schönbein]
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zu gleicher Zeit it littl« Kit ok » pkiiosopksr, das heißtetwas bläulich war und von Chemie und Geologie beinaheeben so viel als meine Wenigkeit selbst wußte, verkehrte ichetwas mehr, als mit den übrigen Damen, indem ich ihr,unverdienter Weise genug, als eine Art von wissenschaft-lichem Faktotum galt. Sie werden mich auf Ihrer Rück-reise nach dem Festlande in Dover besuchen und mir dasVergnügen verschaffen, Sie in meine Familie einzuführen,sagte zu mir eines Tages das schöne Fräulein. Da man inEngland keine Einladungen in der Voraussetzung macht, daßdieselben abgelehnt werden, so versprach ich mit größter Be-reitwilligkeit, den Wünschen des Fräuleins nachzukommen.

Einige Monate nachher langte ich zu einer schon spätenAbendstunde in Dover an und meines gegebenen Versprechenseingedenk, säumte ich nicht, das ..... sehe Haus aufzu-suchen. In dasselbe eingetreten, meinen Namen genannt,

in den karlour eingeführt und nach Miß.gefragt,

erschien diese sofort, empfing mich auf die unverlegenste undfreundlichste Weise und wenige Minuten nach meinem Ein-tritt in die Wohnung war ich bereits der Familie vorgestelltund saß mitten unter ihr so vertraulich am Theetisch, alswäre ich ein alter Bekannter gewesen. Dem Herrn Papawar es hinreichend, zu wissen, daß ich Freund des B..schenund M..schen Hauses sei, um mich auf das Herzlichste will-kommen zu heißen und mir seine Gastfreundschaft anzubieten.Die Familie bestand außer dem Vater nur aus drei Töchtern,von denen eine liebenswürdiger und schöner war, als dieandere und ich dankte innerlich meiner Freundin, daß siemir Gelegenheit gegeben, noch am Schlüsse meines Aufent-haltes in England ihr so graziöses und huldreiches Schwe-