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Reichthum gewähren können und leben entfernt von Freun-den und Verwandten in Dürftigkeit und Entbehrung mitdem Gegenstand ihrer Neigung und Liebe. Wie sehr Schrittedieser Art auch zu tadeln/ und wie oft sie auch mit äußerstbedauerlichen Folgen verknüpft sein mögen/ so liefert dieverhältnißmäßig große Häufigkeit derselben doch den Beweis/daß das englische Frauenzimmer kein kalteö/ berechnendes,eigennütziges/ nur auf materielle Vortheile bedachtes/ glänz-und genußsüchtiges Wesen ist, sondern daß es das Vermögenbesitzt: vorkommenden Falles den Forderungen und Neigun-gen des Herzens und dcö Gemüthes die größten Opfer,deren Menschen und namentlich Frauen fähig sind, mit Be-reitwilligkeit darzubringen. Solche Handlungen zeugen voneiner großen Macht der Gefühle und verrathe» eben den lief-romantischen Zug, den ich weiter oben schon als der englischweiblichen Natur vorzugsweise zugehörig bezeichnete.
In edlerer Form tritt diese Natur auf in Fällen großenerlittenen Unglückes. Es kann nicht fehlen/ daß bei demriesenhaften britischen Handel starke Wechsel im Besitze äuße-rer Glücksgüter eintreten; daß z. B. heute ei» Mann überMillionen gebietet und im größten Ueberfluß lebt und morgendurch unvorhergesehene Umstände von seiner Höhe plötzlichherabgestürzt und an den Bettelstab gebracht wird. Unterderartigen Schlägen des Schicksals erprobt sich nun diewahre Liebe, die Stärke des Karakters, die uneigennützigeGesinnung, die Hingebung und Aufopferungsfähigkeit derGattin am Besten. Im Unglücke ihres Mannes nun, indessen Kampfe mit einem herben und widrigen Geschicke er-scheint die englische Frau im schönsten Lichte, zeigt sie sichin ihrer ganzen Vortrefflichkeit. Nicht nur ergibt sie sich
Rege », Engi.
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