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Mittheilungen aus dem Reisetagebuche eines deutschen Naturforschers : England / [Ch.F. Schönbein]
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184
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seiner jetzigen Größe/ Macht und Reichthümer verdanke.Wendet Eure Blicke", rief einst der urtheilsfähige Davvim Schooße der Elite britischer Naturforscher aus,wendetEure Blicke auf die Hauptstadt dieses mächtigen Reiches,auf unsere Städte, auf unsere Dörfer, auf unsere Zeug.Häuser, auf unsere GcwerbSanftalten; untersucht die Ein-geweide der Erde und prüfet die auf ihrer Oberfläche aus.geführten Werke; sehet unsere Flüsse, unsere Wasserstraßen,die Meere an, welche unsere Küsten bespülen : überall werdetIhr die Spuren der unvergänglichen Wohlthaten dieses gro-ßen Mannes finden. DaS Genie, welches Watt in seinenbewundernswürdigen Erfindungen entwickelte, hat mehr dazubeigetragen, den praktischen Nutzen der Wissenschaft zu zeigen,die Macht des Menschen über die Körpcrwelt zu vergrößern,die Bequemlichkeiten des Lebens zu vermehren und zu verbrei.ten, alö die Arbeiten irgend eines Mannes der neuern Zeiten."Von Humphrp Davp so beurtheilt zu werden, ertheilt größereEhre, als jede königliche Auszeichnung zu gewähren vermagund ein solches Lob von solchem Munde gespendet hat wenig,stens eben so viel Werth, als die britische PairSwürde. DerLobrcdncr, den Watt vor einiger Zeit in dem beständigenSchreiber der Pariser Akademie gefunden, zeigt sich ärger,lich darüber, daß der große Mechaniker nicht zum Mitglieddes Oberhauses gemacht wurde. Wahrscheinlich ist es aberdem demokratischen Gelehrten mit seinem Tadel nicht so ganzernst und ihm mehr zu thun gewesen, einen Anlaß zu finden,einige kräftige Deklamationen gegen eine ihm verhaßte ari.stotratische Anstalt an den Mann zu bringen. ES gibt Men-schen, welche durch fich selbst so groß und bedeutend find,daß wir sie nirgends wo sonst gerne sehen, als da, wohin