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Mittheilungen aus dem Reisetagebuche eines deutschen Naturforschers : England / [Ch.F. Schönbein]
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zwischen Studien bis zum Examen vollenden können undwie mir versichert worden ist/ haben nun alle größer« eng-lischen Städte ähnliche Institute oder stehen im Begriffe/solche zu erhalten. Sonst waren einige Londoner Hospitälerdie einzigen medizinischen Schulen des Landes, und jederEngländer, welcher sich als Arzt legitimircn wollte, mußtedieselben besucht haben. Vor einigen Jahren ist dieß nunanders, besagten Anstalten ihr Vorrecht entzogen und auchden Provinzialstädten die Besugniß ertheilt worden, unterErfüllung gewisser Bedingungen, medizinische Schulen zuerrichten. Dieser Umstand hat bereits die Frequenz derLondoner Hospitäler merklich vermindert und eS steht für siezu befürchten, daß die Zahl ihrer Zöglinge noch kleinerwerde; eine Veränderung, die nicht fehlen kann, das Ein-kommen der angestellten Lehrer bedeutend zu schmälern, dadieselben auf die Kollegiengelder (kies«) ihrer Zuhörer ange-wiesen sind. Das einzige medizinische Privilegium, dasLondon noch besitzt, ist, daß dort die Behörde sich befindet,von welcher alle englischen Aerzte sich prüfen lassen müssenund Grade ertheilt werden können. Natürlich findet dasGesagte nur auf England seine Anwendung.

Es gibt wohl wenige Städte in England, wo verhält-nißmäßig so viel für Unterricht geschieht, alS in Birming-ham. Die einzige gelehrte und etwa einem deutschen Gym-nasium vergleichbare Anstalt daselbst ist die »kree llramwarLetlool«, welche von Eduard dem Sechsten gestiftet wurdekortkee ckucation, institutioii nmcl instruotion okkn^s ancl ^outksill xrsmmar. « Obgleich eine Art öffentlicher Schule, ist siedoch nicht im geringsten vom Staate abhängig, sondern er-hält sich aus eigenen Mitteln. Ihr königlicher Stifter