streitig auch die, nach welcher der Zustand der Armen diesesLandes ein höchst betrübter ist, gegenüber demjenigen, inwelchem sich z. B. die Bedürftigen Deutschlands befinden.So weit ich die fraglichen Verhältnisse in England sowohlauö eigener Anschauung als durch Mittheilungen unterrich.teter Personen kennen gelernt habe, erscheint in der Thatdas Loos der Mehrheit der englischen Armen beneidenswerthim Vergleich mit demjenigen, das die meisten der Unsrigenhaben. Jene sind gut gekleidet, trinken des TageS zweimalThee, essen dazu Weizenbrod, so vortrefflich und weiß, wiedergleichen Tausenden von wohlhabenden deutschen Bauernniemals zu Gesicht, geschweige über die Zunge kommt undgenießen täglich saftiges Rindfleisch mit Gemüse und Kar.toffeln eben so wohl, alö diejenigen, auf deren Kosten sieunterhalten werden. Ich glaube daher, von der Wahrheitmich nicht weit zu entfernen, wenn ich behaupte, daß dieenglischen Armen in eben demselben Verhältniß besser ge.nährt und gekleidet werden als die deutschen, in welchemz. B. der englische ksimer und li-säesma» besser lebt, alsdieß unsere Bauern und HandwerkSlcute zu thun vermögen.ES ist immer und überall hart und bitter, vorn Brode einesAndern leben zu müssen; aber da solche AbhängigkeitSver.hältnissc nun einmal unvermeidlich sind, so hat der englischearme Mann vor allen seinen Schicksalsgenossen in andernLändern Ursache, dem Himmel zu danken, daß er ihn inEngland hat geboren werden lassen.
Noch muß ich, ehe wir von Birmingham scheiden, einigeWorte über seine untern VolkSklassen zu sagen mir erlauben.In frühern Zeiten und namentlich in den neunziger Jahrenzeichneten sich dieselben durch wilde politische und religiöse