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Mittheilungen aus dem Reisetagebuche eines deutschen Naturforschers : England / [Ch.F. Schönbein]
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englischen LandedclmanneS. Er befriediget alle möglichenBedürfnisse des rafsinirteftcn Geschmackes und bietet, wasder verwöhnteste Sinn nur immer wünschen kann.

Selbst die Stuben, wo der butlm- und das sonstige Ge-sinde haust, sind so beschaffen, wie bei uns kaum dieGemächer der Herrschaften und eS fehlen darin z. B. Tep-piche und auf leicht bewegliche Rollen gestellte Möbel ebenso wenig, als Luden Zimmern des Gutsherrn. Es verdienthier auch bemerkt zu werden, daß heutigen Tages noch, wiein frühern Zeiten, der Squire sein eigenes Bier braut, wasin der That nicht schlecht ist, wie Jeder bezeugen kann,der einmal l»omv-brevä getrunken hat; ich wenigstens ziehedasselbe dem so starken Ale und Porter vor. WaS mich imHause nicht wenig überraschte, war die Backstube, von derin der That beinahe jeden Tag Gebrauch gemacht wird, umgewisse Brodartcn zum Frühstück zu liefern; und wie mirversichert wurde, geschieht dieß beinahe in allen Lountr^-

8sats.

Das Beschauen der Gemüß. und Obstgärten, wie auchder Treibhäuser mit ihren herrlichen Ananasen, Traubenund Melonen hat mich zu Ath.... manche Stunde gekostet;eS kann aber auch in der That keinen vergnüglichern Anblickgeben, als der ist, den die Erzeugnisse der so hoch und weitgetriebenen englischen Gärtnerei dem Auge gewähren. Mansieht nichts Verkrüppeltes und Aermliches; alles strotzt inUeppigkeit und nicht selten erstaunt man über die Größeder künstlich gezogenen Früchte. So sah ich namentlichTrauben, von einem Umfange nicht viel geringer, alsihn die von Josua und Caleb getragene Frucht hatte.Auch trifft man in englischen Gärten die gewöhnlichen Obst-