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Um noch einmal auf Würtcmberg zurückzukommen, soscheint ein Grund, weßhalb in diesem Lande verhältnißmäßigso wenig für Spezialwissenschaften, namentlich für die ver.schiedencn Zweige der Naturkunde geleistet wird, darin zuliegen, daß an vielen dortigen höher» Unterrichtsanstaltendie verschiedenartigsten Gegenstände von demselben Lehrervorgetragen werden müssen. Nicht selten geschieht es B.,daß die alten Sprachen, Geschichte, Mathematik, Physikund der Himmel weiß, was noch für andere Dinge voneinem einzigen Manne gelehrt werden. Wie ist eS nun mög.lich, daß ein Solcher, wenn er nicht das Glück hat, Uni-Versalgenie zu sein, so vielartigen Lehrstoff vollkommen mei.ftere und es in irgend einem Fache über die MittelmäßigkeitHinausbringe. Er muß froh sein, wenn er sein halb DutzendLehrgegenstände so kennt, daß er darin mit einiger Leichtig.keil zu schulmeistern versteht. Von eigenen Beiträgen zurFörderung und Erweiterung der Wissenschaft kann keineRede sein.
Nach meinem Ermessen muß der Grundsatz der Verthei.lung der Arbeit eben so wohl in Lehranstalten als in Fabrikenseine Anwendung finden; nicht nur deßhalb, weil Jene beieiner derartigen Anordnung mehr gewinnen, als dieß unterdem fetzigen Anhäufungssnstem möglich ist. Es hat die Ver.theilung der Lehrfächer an einzelne Männer auch noch dengroßen und unschätzbaren Vortheil, daß fie die Ausbildungwissenschaftlicher Spezialitäten veranlaßt und begünstigt.Kein Zweig der Wissenschaft ist aber noch von einem Viel.wisser wesentlich erweitert worden und um etwas Tüchtigesauf irgend einem Gebiete der Forschung zu leisten, muß manim eigentlichsten Sinne deS Wortes FachSmann sein. Würden