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Mittheilungen aus dem Reisetagebuche eines deutschen Naturforschers : England / [Ch.F. Schönbein]
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322
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hängen auf das Innigste mik der Nerventhätigkeit und demWillen der Zitterfifche zusammen.

ES ist wahr, alle Fische, mit der Fähigkeit begabt,Elektricität zu erregen, besitzen Organe, welche den übrigenFischgattungen abgehen und deren Entfernung den Verlustdieses Vermögens zur unausbleiblichen Folge hat; auch läßtsich zwischen der Gliederung der elektrischen Organe undder Schichtung einer gewöhnlichen Volta'schen Säule einegewisse Aehnlichkeit nicht ganz verkennen. Man hat ferner,in der Absicht, einen allgemeinen physikalischen Grund fürdie in den Zitlerfischen auftretenden elektrischen Erscheinungenanzugeben, auf die Behauptung Volta's hingewiesen, daßdurch die Berührung irgend zweier verschiedenen Körperelektrische Gegensätze hervorgerufen werden; und es ist zudem gleichen Behufe aufmerksam gemacht worden auf Säu-len, die man aus Muskelfleisch und Nerven oder andernheterogenen organischen Materien baute.

Allein alle diese Thatsachen und Hinweisungen sind mei-neö Erachtens weit entfernt, auch nur eine unbestimmte Aehn-lichkeit, geschweige die Einerleiheit der Umstände zu begrün-den, unter welchen z. B. im Kymnotus und der Volta'schenSäule die elektrischen Thätigkeiten erregt werden. Daß dasden Zitterfischen eigenthümliche Organ nicht für sich alleinschon, daS heißt, daß eS nicht in der qualitativen Beschaf-fenheit und der mechanischen Anordnung seiner Theile denphysischen Grund zur ElectricitätSerzeugung enthält, scheintmir daraus zu erhellen, daS dasselbe vom Thiere getrennt,keineswegs mehr einer Völkischen Säule gleicht und elektri-sche Wirkungen von nur einigem Belange hervorbringt, aufwelche Weise man daö fragliche Organ handhaben, unter