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Mittheilungen aus dem Reisetagebuche eines deutschen Naturforschers : England / [Ch.F. Schönbein]
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ihnen dieses AgenS keine oder mir eine unbedeutende Rollespiele. Um dieß begreiflich ;u finden, braucht man nuranzunehmen, daß die Elektricität in Volta'scher Form auf.trete und die Ströme nach allen möglichen Richtungen imKörper verlaufen, ähnlich den Molecularfirömen, welche dieAmperessche Theorie im Eisen oder Stahl vorausseht. DieElektricität in einem derartigen Zustande könnte natürlichdann weder Tensionscrscheinungen, noch die electrodvnami.sehen Wirkungen eines einzigen Stromes oder gleichge-richtet» Ströme zeigen. Wäre die angeführte Voraussetzungrichtig, so müßten freilich lebende Thiere unter den Ein-fluß eines Magnetö gestellt, selbst zu Magneten, das heißtihre Molecularströme gleich gerichtet, also auch von diesendie Magnetnadel eben so, wie vom Eisen affizirt werden.BiS jetzt sind meines Wissens »weh keine derartigen Versucheangestellt worden; denn um Ströme in den Organismenaufzufinden, hat man sich hauptsächlich nur des Galvanome-terS bedient. .

Sei dem Allem aber nun, wie ihm wolle, die Hoffnungdürfen wir keineswegs aufgeben: auf dem Wege deö Ver-suchs und der Beobachtung früher oder später zur Kenntnißdes wahren SachverhalteS zu gelangen, und zu erfahren:ob die Elektricität auf dem Gebiete des Organischen nurals sekundäre Erscheinung auftritt, oder ob dieselbe aufeine primitive Weise die LebenSthätigkeiten vermittelt undwesentlich bestimmend in die Verrichtungen deö Thierorga-niSmus eingreift.

Es ist nicht unwahrscheinlich, daß die Natur in denZitterfischen das unö schon halb enthüllt hat, was sie in derübrigen Thierwelt mir einem dichten Schleier zu bedecken