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Mittheilungen aus dem Reisetagebuche eines deutschen Naturforschers : England / [Ch.F. Schönbein]
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Wissenschaft und der Kunst eben so fest verschlossen, als dieThüren der Schauspielhäuser.

ES dürfte vielleicht manchem meiner naturhistorischenLeser nicht ganz unwillkommen sein, wenn ich einer inLondon schon seit etwa zwölf Jahren bestehenden Gesellschafthier etwas umständlich erwähne, eines Vereines, der ohneZweifel einzig in seiner Art ist und welcher trotz seines ver-hältnißmäßig geringen Alters für den interessantesten undwichtigsten Zweig der Naturgeschichte schon Außerordentlichesgeleistet hat. Ich rede von der »Aottlogieal iSooibt^.« Denersten Anstoß zur Begründung dieser schönen Gesellschaftgab eine im Jahre 1825 unter den Auspicien Sir HumphryDavh'S, des damaligen Präsidenten der königlichen Gesell-schaft, erschienene Einladung an das britische Publikumzur Bildung eines Vereines, der eü sich zur Aufgabe stelle:eine möglichst vollständige zoologische Sammlung anzulegenund solche ausländische Vierfüßer, Vögel und Fische nachGroßbritannien zu bringen, von denen sich erwarten lasse,daß sie gezähmt und für die Zwecke der Gesellschaft verwen-det werden können. Anfänglich fand dieser großartige Plannicht nur keinen Beifall, sondern wurde für lächerlich undunausführbar erklärt. Dessen Urheber ließen sich jedochhiedurch nicht abschrecken und verfolgten unverdrossen ihrZiel. Endlich schenkten einige reiche Leute ihre schöne»Sammlungen zur Förderung deS erwähnten Zweckes her unddieses Beispiel einmal gegeben, rief plötzlich die größteund wärmste Nacheiferung hervor, so daß daS Unternehmenschnellen Eingang fand und die zoologische Gesellschaft imJahre 1829 bereits dahin gediehen war, daß sie aus denBeiträgen ihrer Mitglieder über eine Summe von illsoo Psd.

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