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Mittheilungen aus dem Reisetagebuche eines deutschen Naturforschers : England / [Ch.F. Schönbein]
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schönsten Dingen angefüllt. Eben so sehr wurde ich über-rascht durch die bedeutenden Erweiterungen, welche dieSammlungen der egyptischen, griechischen und römischenAlterthümer, wie auch die Bibliothek und das ganze Lokalder Anstalt im Laufe der letzten zwölf Jahre erfahren haben.Neue riesenhafte Flügel, die geräumigsten Säle enthaltend,waren einstweilen aufgeführt und überhaupt Einrichtungengetroffen worden, die Summen gekostet haben müssen, wiesie nur aus der reichen Börse des Guineenlandcs geschöpftwerden können.

Allem Anschein nach ist die Zeit nicht mehr fern, wodas britische Museum endlich das sein wird, was es schonlängst hätte sein sollen und wo es die Nation ehren wird,der eö angehört und deren Namen es trägt.

Wenige Wochen im Jahre ausgenommen, sind alle Samm-lungen des Museums dem Publikum dreimal wöchentlich von10—7 Uhr während den Sommermonaten, von 10 —4 Uhrwährend den übrigen Theilen des JahreS zur Benützunggeöffnet und zwar gratis; ein Umstand, der in London umso angenehmer auffällt, als man dort in der Regel für dieBesichtigung jeder Kleinigkeit in den Beutel zu greifen undselbst für dasjenige zu bezahlen hat, was anderwärts nieanders als umsonst gesehen wird.

Daß das britische Museum sich eines sehr zahlreichenBesuches erfreut, bedarf kaum der Erwähnung; währendnun aber in andern Ländern, welche sich auch zu den christ-liehen rechnen, die Sonntage für die Besichtigung derartigerAnstalten vorzugsweise benützt werden, so gestattet derenglische PuritaniSmuS eine solche Freiheit nicht und blei-ben an diesem Tage die Säle dieses schönen Tempels der