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Mittheilungen aus dem Reisetagebuche eines deutschen Naturforschers : England / [Ch.F. Schönbein]
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361
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in der oben erwähnten Adelheid-Gallerte hält und die essich zur Aufgabe gestellt hat, die Forschungen auf dem Gc-biete der Elektricität zu befördern. Man merkt dem Vereineseine Jugend noch ziemlich stark an und fühlt in ihm dieAbwesenheit bedeutender wissenschaftlicher Leute. Träteneinige Männer von Auszeichnung an die Spitze der Gesell-schaft, so dürfte dieselbe in kurzer Zeit sich Geltung vcr-schaffen, und daö schöne Ziel, das sie sich gesteckt, wirklicherreichen; denn wenn irgend ein Feld der Forschung durchReichhaltigkeit sich auszeichnet und zu seiner Bearbeitungdes Zusammenwirkens vieler Kräfte bedarf, so ist eS in derThat dasjenige der Elektricität.

Herr Gassiot, ein reicher Kaufmann der Citn und eifri-ger Freund der Volta'schen Wissenschaft, ist eines der thätig-sten Mitglieder deö jungen VereineS und thut sehr viel, umauch durch Anschaffung materieller Mittel die Zwecke desselbenzu fördern. So zum Beispiel hat er auf seine Kosten diegrößte Daniell'sche Batterie bauen lassen, welche meinesWissens bis jetzt noch construirt worden ist und mit der ihrErfinder selbst interessante Versuche angestellt hat. Die ver-mittelst dieser Riesensäule hervorgebrachten Lichtestem z. B.sind wohl daö Außerordentlichste, waü man noch je Derartigesbewerkstelligt hat; denn trotz aufgesetzter, aus dickem grünenGlase bestehender Brillen büßten Daniell und einige anderedie Versuche mitmachenden Personen beinahe ihr Gesicht durchden entstandenen Lichtglanz ein. Ersterer hatte sechs oder achtWochen zu thun, bis seine Augen wieder hergestellt warenund er bemerkte mir, daß er sich um keinen Preis zurWiederholung ähnlicher Versuche verstehen würde. Leiderließ es mir meine beschränkte Zeit nicht zu, von der anö-