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Ich glaube aber dennoch/ daß die Zahl solcher Leute in.Ganzen genommen klein ist und stehe nicht an/ diese Ver.muthung hauptsächlich auf den Umstand zu stützen/ daß manin den Londoner Clubö, namentlich aber im Athenäum wederdeutsche Blätter noch Bücher findet. Eine bedeutende An.zahl von Mitgliedern deS letztem Vereines find literarischeund wissenschaftliche Notabilitäten der Hauptstadt; der Clubgebietet über bedeutende Geldmittel und kann mit Leichtig-keit die leisesten Wünsche seiner Mitglieder erfüllen. Wennnun unter derartigen Verhältnissen jährlich kein Pfund fürdie Anschaffung deutscher KeisteSproducte verwendet wird,so denke ich, darf aus einer solchen Thatsache wohl derSchluß gezogen werden, daß jenseits des KanalS das In.teresse für derlei Gegenstände dermalen noch nicht sehr starksei. ES ließen sich hier mancherlei Betrachtungen über bri.tische Selbstgenügsamkeit und deutsche Allseitigkeit anstellen,wir wollen jedoch dieselben den denkenden Leser selbst machenund ihn die Ursache dieses nationellen Unterschiedes heraus,finden lassen.
In welchem Ansehen die Ehe auch in England steht »ndwie hoch häusliches Leben dort geschätzt wird, so fehlt eS indiesem Lande doch nicht an Junggesellen und ist namentlichin der Hauptstadt die Zahl derselben sehr groß. Für Leutedieser Art ist nun ein Club wie gemacht; denn bis auf einengewissen Grad ersetzt ihnen derselbe den eigenen Heerd, daS-ienige, was die Engländer »Home« nennen. Sie könnendort den großen Ueberflnß ihrer Zeit in aller Behaglichkeitaufbrauchen «nd viele, wenn auch nicht alle Annehmlichkeitensteh verschaffen, welche ein häuslicher KreiS gewährt unddie daS französische KaffeehauSleben auch nicht entfernt bietet.
Reise n. Engl.