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Mittheilungen aus dem Reisetagebuche eines deutschen Naturforschers : England / [Ch.F. Schönbein]
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370
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Ueberdicß, und eö ist keiner der letzten Gründe, der dieClubhäuser Londons so sehr bevölkert, kann ein »»inglsOentlmna»« mit einigen hundert Pfunden jährlichen Ein.kommens als Mitglied eines Clubs sich eben so viel persön.liche Genüsse verschaffen, alS dieß ein reicher Mann zu thunim Stande ist. Für seine sechs Guineen jährlichen Bei.träges kann er Jahr aus Jahr ein von Morgens früh bisin die späte Nacht von eben so schönen Möbeln Gebrauchmachen, eben so elegant ausgestattete Zimmer bewohnen, ebenso weiche Teppiche betreten, an einem eben so komfortablenKamine sitzen, eine eben so ausgewählte Bibliothek benutzen,eben so viel und noch mehr Zeitungen bei seinem Frühstücklesen, eben so zahlreiche und interessante Gesellschaft sehen,als der Lord, welcher eine Rente von fünfzig lausend Pfundzu verzehren hat. Und legt unser Clubist zu diesen sechsGuineen noch zwei oder dreihundert weitere Goldstücke, sofrühstückt, dinirt und suppirt er alle Tage so vortrefflich,trinkt eben so guten Portwein und Claret, wird eben soaufmerksam und pünktlich bedient, alS irgend ein Marquisoder Carl auf seinem Schlosse.

Beim Genusse solcher Vortheile für verhältnißmäßig sowenig Geld, darf man sich nicht verwundern, daß die Lustzur Mitgliedschaft eines Clubs so groß ist, daß in der Regelkaum die Hälfte der sich Anmeldenden aufgenommen werdenkann. Bei meinem Besuche des Athenäums waren wenig.stenS tausend Namen im dasigen Kandidatcnbuche eingeschrie.ben; da nun der Klub nicht mehr alS zwölf hundert Mit-glieder zählen darf und im Laufe eines Jahres höchstensnur fünfzig Plätze darin offen werden, so kann man sichleicht denken, daß viele Kandidaten gar nie ausgenommen