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Da die theatralischen Vorstellungen in London biü tiefin die Mitternacht hinein währen/ so reicht ein Stück fürden Abend nicht aus und werden deßhalb immer deren zweigegeben. Ist das erste zu Ende gespielt/ so wird der Ein-trittSpreis um die Hälfte vermindert/ tritt »liaikpiiks« ein/eine Vergünstigung/ die immer noch viele neue Zuschauerin das Haus führt/ in der Regel aber nicht der gentilstenMenschenklasse angehörig. Ist nun das zweite Stück/ dasin der Regel einen sehr untergeordneten Werth hat, schonoft gegeben worden/ so entspinnt sich nicht selten beim Be-ginn seines Spieles ein Lungcnkampf/ wie er nur in einemLondoner Theater Statt finden kann. So z. B. sollte anjenem Abend/ wo ich Richard den Dritten sah/ noch »'i'i>«Akan in tliö Akoon«, ein Stück/ das an Geistlostgkeit undAbgeschmacktheit selbst die Wiencrpossen überbot/ ich glaube/zum vierzigsten Male über die Bretter gehen. Beim Anfzugedes Vorhanges erhob sich nun ein Lärm/ der wahrhaft be-täubend war. Olki viri oss! ertönte eö plötzlich aus Hunder-ten von kräftigen Kehlen. 0«, «n I go »n! g» on i schrieaus vollem Halse die andere Hälfte des Publikums. DieSchauspieler/ an derartige Auftritte und Theaterstürme ge-wöhnt/ standen bei diesem Lärm ruhig auf der Bühne/blickten mit gleichgültiger Miene auf das tosende Menschen-mecr herab und sahen mit ächt philosophischer Ruhe derEntscheidung des heißen Kampfes entgegen. Wie wurdeaber derselbe zu Ende geführt? Einzig durch die Ueber-macht der Lungen der einen Partei. Die «s» <>»« Rufervermochten kräftiger und länger zu schreien/ als die »<>ll«Männer und hiedurch allein errangen steh Jene nach einigerZeit den Sieg. Sobald das »oll« merklich schwächer ertönte