noch mehr in seinen Zweifeln/ rief neue Aeußerungen desMißtrauens hervor.
Bei diesem Anlasse will ich meinen chemischen Lesernbemerken/ daß daö fragliche Gaö vielleicht nirgends häufigereingeathmet wird/ als in England; was wohl in dem Um-stand seinen Grund haben mag, daß in genanntem Landezuerst dessen wunderbare Wirkungen beobachtet wurden undeS Sir Humphry Davy war, der diese Entdeckung machte.Ich befand mich einmal als Gast auf dem Lande bei einemmeiner Freunde/ der Liebhaber chemischer Versuche war.AlS die Unterhaltung auf das Lustgas fiel, wurde beschlossen/eine bedeutende Menge desselben zu bereiten; was auch ge-schah. An einem hübschen Nachmittage versammelte sich eineziemlich zahlreiche Gesellschaft im Garten mit der Absicht,die berauschende Luft im Freien zu athmen. Einige jungeHerren machten den Anfang und ste alle gaben unzweideutigeZeichen von Wohlbehagen und wilder Lustigkeit von sich;ein ältlicher gesetzter Mann hegte aber auch seine Zweifelund entschloß sich daher, selbst einige Maaße deS Lachgaseszu sich zu nehmen. Nachdem er eine Anzahl von Zügen ge-than, begann er auf einmal zu tanzen und richtete währendseiner Extase in den benachbarten Blumenbeeten die fürchter-liebsten Verwüstungen an zu großer Ergötzung der Zuschauer.Vielleicht wird es auch noch einmal bei uns Sitte, gegendas Ende eines Gastmahles Stickstoffoxidulgas zu athmen,anstatt Champagner zu trinken und tritt dieser Fall ein, sowird es auch an LustgaSfabriken nicht fehlen.
Vor wenigen Jahrzehnten lachte man den englische» Che-miker als einen Projeclenmacher aus, der den Gedankenzum ersten Male äußerte, daß man das bei der Erhitzung