Doktor deö Gaswerkes so—200 Pfd. Sterl. jährlich undwird derselbe auf eine ungewöhnliche Weise in Anspruch ge-nommen, so hat er natürlich auch noch auf besondere Gra-tifikationen zu rechnen.
ES wissen überhaupt manche Londoner Chemiker von ihrerWissenschaft Nutzen zu ziehen und wie der Kaufmann- Fa-brikant und Advokat Geld mit dem Fache zu machen. Soz. B. lassen fie fich für die unbedeutendste Consultation einen»kee« von fünf Guineen entrichten und haben fie irgendetwas zu untersuchen, z. B. ein Wasser zu analustren, somuß man fie noch besser bezahlen. Eine nicht ganz unbe-deutende Geldquelle für dieselben find solche Processe, welchechemische Expertisen nothwendig machen. Werden z. B. ge-wisse Handelsartikel von den Käufern für verfälscht erklärtund zur Verfügung des Absenders gestellt; wirft eine Brand-Versicherungsanstalt einem Assekurirten, dessen Fabrike z. B.abgebrannt ist, Nachlässigkeit vor und wird darauf die Ver.Weigerung deS AuSbezahlenS der Assekuranzprcmie gestützt;handelt eS sich um die Ermittelung der Ursachen, aus wel-chen Waaren verdorben wurden u. s. w., so werden häufigvon den streitenden Parteien Chemiker zu Rathe gezogen,welche natürlich denselben eben so wenig umsonst ertheilen,als die Advokaten den ihrigen. So brannte vor einigenJahren in London eine ungeheure Zuckerstederci ab, die assc-kurirt war. Da die Versicherungsgesellschaft behauptete,daß daS Feuer durch Sorglosigkeit entstanden sei, so weigertefie sich, das Affekuranzgeld auszubezahlen, waS zwischen ihrund den Eigenthümern der Raffinerie zu einem Prozesseführte. Da es sich in demselben um eine sehr große Summehandelte und dessen Entscheidung hauptsächlich von dem