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Mittheilungen aus dem Reisetagebuche eines deutschen Naturforschers : England / [Ch.F. Schönbein]
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In dem fraglichen Gaswerk interessiere mich am aller-meisten eine Vorrichtung / die gewissermaßen dasselbe durch-sichtig macht und den Aufseher in den Stand setzt/ mit einemBlicke zu überschauen/ waö jeweilen in der ganzen Anstaltvor sich geht. In einem besondern Zimmer befindet sich einkastenartiges Gehäuft/ an dessen Vorderseite zifferblattartigeScheiben/ mit Gradeintheilungen und Zeigern versehe»/ an-gebracht sind. Auf der einen Scheibe sieht man an demStande deö Zeigers / wie viel Gas im Werke vorräthig ist;auf einer andern lieöt man/ wie viel Luft in jeder Minuteim Laboratorium erzeugt wird; eine dritte zeigt an/ welcheMenge von GaS in dieses/ eine vierte wie viel davon in einanderes Stadtviertel in einer bestimmten Zeit abfließt. Wenndaher der Leiter des Geschäftes für einige Augenblicke denGang der Zeiger dieser »ssIk-rs^isterinA« Tafeln beobachtet/so weiß er sofort/ ob in dem Geschäfte alles in der gehörigenOrdnung oder irgendwo eine Störung eingetreten ist.

Wie mich Personen versicherten/ die mit der Bereitungdes Sreinkohlengafts ganz vertraut sind/ ist der Nutzen/ dendie Fabrikanten dieses Produktes aus ihrem Geschäfte ziehen/ziemlich unbedeutend und wird letzteres nur dadurch «ochetwas Vortheilhaft/ daß man das Gas in ungeheuren Quan-titäten bereitet und die Nebenerzeugnisse CoakS/ kohlensauresAmoniak rc. möglichst gut benützt.

Jedes der größer« Gaswerke in London hat einen Che-miker aus der Stadt angestellt/ welchem/ wie einem Hauö-arzt die Verpflichtung obliegt/ auch ungernfen von Zeit zuZeit seine Besuche im Laboratorium abzustatten und nachzu-sehen/ ob man daselbst seines Rathes und seiner Beihülfenicht bedürftig sei. Je nach Umständen erhält der chemische