hält man eS für höchst unpassend und dient eö im Allgemei-nen zu sehr geringer Empfehlung, wenn Leute früh anfangenzu schreiben und namentlich mit Schriftftellerei sich zu beschäf-tigen, welche auf Gegenstände der Politik, der Gesetzgebung,des StaatöwescnS überhaupt Bezug hat; weil man dermalennoch jenseits deö Kanals allgemein die Ueberzeugung hegt,daß eine gründliche Bildung, langes nnd tiefes Studiumder Staatsgeschichte, vor allem aber ein gereifter Verstandund viele eigene Erfahrung durchaus und unerläßlich noth,wendig seien, um über die fraglichen Materien etwas Brach,tungswürdiges und wirklich Werthvolleö sagen oder schreibenzu können und weil die Engländer der Meinung sind, daßderartige Erfordernisse in der Regel junge Männer nochnicht besitzen, der Natur der Sache nach noch nicht habenkönnen.
Aus dem gleichen Grunde hört man auch in öffentlichenVersammlungen (wo doch vollkommene Redefreiheit herrscht)und in Privatgesellschaften, in denen Staatsangelegenheitenzur Verhandlung kommen, junge Männer selten oder niedas Wort ergreifen.
Und wer hat noch Oxfordcr, Cambridger, Edinburger,Glasgower, Aberdeener, Dubliner Studenten sich als Staats-verbesseret, als politische Aerzte ihres Vaterlandes sich auf-werfen, wer dieselben durch Wort, Schrift oder That inöffentliche Angelegenheiten sich mischen gesehen und wer hatvon Bünden gehört, unter bartlosen Leuten jenseits desWassers geschlossen, in der Absicht: diesen oder jenen politi-schen Zweck zu erreichen? Es besitzt das dasige junge Ge-schlecht so viel Schicklichkeitsgefühl, daß es ihm gar nicht !in den Sinn kömmt, eine ihm so wenig ziemende Rolle zu