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Mittheilungen aus dem Reisetagebuche eines deutschen Naturforschers : England / [Ch.F. Schönbein]
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443
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noch der geschmacklose Frack auf den Leib; er trägt ein bisnahe an die Hüften gehendes Wamms von blauem feinenWollentuch und Beinkleider aus dem gleichen Stoffe ver-fertiget. Seinen Hals/ wie auch das Gelenk der Hand/umgibt ein schmaler/ gekräuselter Linnenftreifen und derKopf ist bedeckt mit einer blauen Tuchmütze oder mit einemschwarzen Hute. Diese Tracht paßt vollkommen selbst nochfür erwachsene Knaben/ unterscheidet dieselben auf das Be-stimmteste von älteren Personen und wird/ wie schon ange-deutet/ erst dann abgelegt/ wenn der junge Mensch in daseigentliche Jünglingsalter eingetreten ist. Bartlose Stutzerund sechözehnjährige Zierpuppen/ wie sie uns häufig aufdem Festlandc begegnen/ sieht man daher jenseits des Kanalsnicht; ein Mangel/ den man nur mit Vergnügen bemerkenkann.

Bekanntlich hatten die Römer einen ähnlichen Brauch beisich eingeführt und Jedermann sagt/ daß derselbe höchstpassend gewesen.

Bemerkenswerth ist auch/daß man die bewammöten Burschenoch nicht mit »Nistsr« anredet/ sondern vor deren Rainendas weniger bedeutende »Usster« setzt/ eine Sitte/ die mirauch nicht übel zu sein scheint. Der Ordnung und Schick-lichkcit liebende/ fein unterscheidende und eminent praktischeSinn des englichen Volkes will Alles an seinen rechten Ortgestellt und daher Jünglinge anders als Männer behandeltwissen.

Derselbe Sinn ist es auch/ der noch andere Abgrenzungenzwischen verschiedenen Altersstufen festgesetzt und Grenzliniender Handlungsweise und des Betragens gezogen hat/ die/ohne sich zu schade»/ Niemand überschreiten darf. So z. B.