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Mittheilungen aus dem Reisetagebuche eines deutschen Naturforschers : England / [Ch.F. Schönbein]
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462
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Gäßchen, beinahe jedes HauS bekannt war und das ich nunaller Wahrscheinlichkeit nach zum letzten Male sah.

Ich habe all' dieser Einzelheiten, die natürlich für denLeser nicht daö mindeste Interesse haben können, Erwähnunggethan einzig und allein in der Absicht: um vor dem Schlüssemeiner Mittheilungen noch eine Gelegenheit zu finden, dengenannten wie überhaupt allen meinen englischen Freundenöffentlich den wärmsten Dank auszudrücken für die Beweise vonGüte und Wohlwollen, womit sie mich während meines Be,sucheö überhäuften. Sie haben mir durch ihre edle Gast-freundschaft, durch ihre außerordentliche Dienstfcrtigkeit unddurch ihr unablässiges Bemühen, mir den Aufenthalt inihrem schönen und merkwürdigen Lande so nützlich und ge-nußreich als möglich zu machen, schwer zu erfüllende Ver-bindlichkeiten gegen sie auferlegt, mich mit einer »»abzahl-baren Schuld belastet. Meine Freunde dürfen sich aber dochfür versichert halten, daß überall, wo sich nur immer eineGelegenheit darbietet, ich durch die That beweisen werde,wie sehr ich mich gegen sie verflicht« fühle.

Ich will diesen Anlaß auch benützen, um einige Bemerkun-gen über einen Gegenstand zu machen, der von mir bis jetzt nochnicht näher erwähnt worden ist. Bekanntlich fehlt es nichtan Leuten, die Großbritannien beschuldigen, daß cö Fremdeungastlich und kalt behandle. Kein Vorwurf kann unver-dienter, kein Tadel grundloser alS der erwähnte sein. ESbedarf zwar des Zeugnisses meiner Wenigkeit ganz und garnicht; denn der Ruf britischer Gastfreundschaft und Urba-nität ist schon zu alt und zu fest begründet, als daß derselbeselbst durch die entschiedensten Behauptungen des Gegentheileserschüttert werden könnte; aber ich kann doch nicht umhin,