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Mittheilungen aus dem Reisetagebuche eines deutschen Naturforschers : England / [Ch.F. Schönbein]
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464
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Bcdenklichkeiten wollte er nichts hören nnd singend fuhr dersanguinische Pariser mit mir in London ein.

Der Zufall wollte eS, daß mir einige Monate später daöSchicksal des ausgezeichneten Künstlers bekannt wurde. DiePaar Pfunde, die er nach London gebracht hatte, waren inder theuren Stadt schon nach wenigen Tagen ausgegeben;Niemand zeigte Geneigtheit, den Virtuosen zu hören; baldwar er, um den Hunger zu stillen, genöthiget, den Rockvom Leibe zu verkaufen und barfuß traf ihn ein Reisegenosseauf der Maekkliars LriäAk an, als jener eben auf seinerRückwanderung nach Dower begriffen war.

Wenn nun dieser Mensch seine Reise nach England undseinen Aufenthalt in London beschrieben haben sollte, vonwelcher Art werden wohl die Schilderungen gewesen sein,die er von englischer Gastfreundschaft, britischem Kunstsinn,von den Sitten des Landes ic. gemacht hat ?

Die Stunde hatte nun geschlagen, wo ich auch Londonden Rücken kehren, wo ich meinen dastgen Freunden Lebe-wohl sagen, wo ich endlich daS Haus, daS mich in dieserStadt so lange gastlich beherbergt, in dem ich mit dem

trefflichen C.so genußreiche Stunden verlebt hatte, ver-

lassen mußte. Die gemischtesten Gefühle bewegten meinGemüth, als das letzte liless ^ou« mir zugerufenwurde, ich den letzten Händedruck empfing. Schon einigeMonate von meiner Familie getrennt, drängte cS mich ge-wältig »ach Hause und wünschte ich den Augenblick derAbreise sehnlichst herbei. Andererseits schmerzte eS michtief, ein Land zu verlassen, an das mich die innigsten Bandeder Freundschaft knüpften, welches mir in mehr als einerHinsicht eine zweite Heimat war. Glücklicher Weise sind