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Mittheilungen aus dem Reisetagebuche eines deutschen Naturforschers : England / [Ch.F. Schönbein]
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Die wunderlichen Sprünge, welche eine schöne Katze aufdem Verdecke machte und die Meisterstücke des Klettcrnö,welche dieselbe an den Masten und im Tauwerk ausführte,ergötzte die Schiffsgesellschaft den ganzen Tag über. DaSThier schien ein großer Liebling der Matrosen zu sein; dennwenn einer dieser Gesellen nur immer einige freie Augen-blicke finden konnte, so lockte er dasselbe herbei, um ihmeinige leckeren Bissen von rohem Rindfleisch in den Mnnd zuschieben.

ES hatte den ganzen Nachmittag geregnet und war wenigvon den Ufern zu sehen gewesen; gegen Abend aber brachdie Sonne noch einmal aus den massenhaften Wolken hervorund übergoß die weite Landschaft und den schon breitgewor-denen Strom mit ihrem herrlichsten Goldlicht, zu gleicherZeit den westlichen Himmel in Feuer versetzend. ES warder letzte Blick, den ich auf Englands Küsten warf; eindicker Nebel zog in der Ferne auf und alles Land verschwand.Die Nacht brach eben an, als wir das Meer erreichten undnun hatten die Leute wohl nichts Besseres zu thun, als Bettund Schlaf zu suchen, die beßten Mittel gegen Seekrankheitund manche andere Reiscübel. Und in der That, um neunUhr Abends schon war außer den Matrosen auch keine Seelemehr auf dem Verdeck zu sehen; ich allein bcschritt dasselbenoch und konnte ungestört den hellgewordenen Himmel inseiner ganzen Pracht, das grenzenlose Meer und dessenWogenspiel betrachten und behorchen. Ein frischer Nordfing an zu wehen und da ich endlich doch von vielem Gehe»müde ward, und von den übermäßigen Geschäften der letztenTage mich ohnehin sehr abgemattet fühlte, so ging auch ichUir Ruhe und umhüllt von einer Wollendecke schlief ick, auf