§7
rre Lange von Klagenfurt bis zum Ennsfluß ein. Da diese Ge-bürge nun wegen ihrer grossen Grundfläche ganz sanft aufstei-gen, so fält ihre Höhe wegen der Länge der llyporkeouz undwegen der weiten Entfernung nicht so in die Augen. Man be-merkt aber bey Ankunft des Winters, daß diese Gebürge jeder-zeit früher als die höher scheinende krainerische Kalkberge mitSchnee bedeckt werden, welches ein untrügliches Zeichen ihrergrösseren Höhe ist.
8. Da nun aller Gebürge mitsammen in ihrem Fortlaufgegen Ostenso grosse Winkeln machen, daß sie eine Breite von der Donaubis zum adriatifchen Meer einnehmen; so ist sich nicht zu ver-wundern, wenn reisende Mineralogen in Beobachtung und Be-schreibung der Gebürgsftriche irre geführt werden. Ferbernselbst, dem genauesten Beobachter, ist dieses widerfahren, alser von Wien über Grätz und Laybach nach Trieft reiste. Erhielte dafür (ir), daß die Kalkgebürge von Wien bis ins Fri-sur streichen. Mein er überfuhr die z beschriebenen Gebürgenach ihrer grösten Breite, eben dort wo sie sich in unordent-lich zerstreute unzusammhangende Hügel Verkehren, wo die Gra-mtgebürge sich erniedrigen, und mit Kalk und Schiefergcschie-ben überdekt sind, und alle Gebürge und Steinarten, wie erselbst sagt (1), schon zu sehr untereinander vermengt angetrof-fen werden. Da er aber von Venedig durch Tyrol nach Aug-spurg reiste, hat er diese z Gebürge deutlich und genau bestimmtweil sie dort in der Enge beysam , und folglich leichter zu un-terscheiden waren. Man sieht daher, daß zu Beschreibungenganzer Gebürgsftriche mineralogische einzelne Reisen nicht hin-länglich, sondern vieljährige Lokalkenntniß der Provinzen undgeographische Bemerkungen und Kombinationen erforderlich sind.
<K) Fcrbers Brief« an Hni. Hofrarh v. Barn x. r. A z.(>) Fcrbrrö Bricsc an Hrn. v- Born 8. Lr y.
G
Wenn