Indessen würden diese beyden Materien, besonders da sie sichm Säuren nicht auflösen, höchstens aufweichen, in Ewigkeit nicht zumChalzedone erhärten können, wenn sie nicht in eine andere Urerde ver-wickelt würden, die aufgelöset werden, eine Gallerte verursachen, undals solche, nach Hinwegschaffung, vielleicht auch Sättigung der auflö-senden Materie, verhärten könnte. Wallerius, der diese Bemerkunggut ausführet (a. a. O.), kennt keine andere Erde, die dies verur-sachen könnte, als die Kalkerde. Collini, ober schon (S. i6z) wieWallerius die alkalische Erde nebst dem Thone zu den Bestandtheilendes Kiesels macht, räumt doch der Eisenauflösung eine gallertartigeWirkung ein ( S. 157); ja er möchte sich so gar überzeugen, daß die-ses Metall die allgemeine, bindende Materie unseres Erdballes sey.
(S. 152). Wallers Meinung bestättigt sich durch die Erfahrung, undbesonders durch die Eigenschaft der Zeoliten, mit Säuren zur Gallertezu werden, wobey unstreitig die Kalkaufiösung, mit der die darinnschwimmenden Thon - und Kieseltheile stocken, der vorzüglich wirken-de Theil ist. Collinis Meinung gründet sich auch auf Erfahrungen.Man findet z. B. in Sandsteinbrüchen gerade jene Nester an meistenerhärtet, die am eisenschüssigsten sind. Die Kiesel Breccia aus dem Aus-siuße der Wienercanäle in die Donau, die ich ( Versuch über die Min.Oestreichs 8. S. 7) beschrieben habe, dienet zu einem zweyten Be-weise, ohne der Pflauzenstengeln, Menschenknochen, Blutkügelcken,u, s. w. zu gedenken, denen die Eisentheilchen bald Consistenz, baldStärke, bald beydes zugleich verleihen.
Wie wäre es also nun, wenn die Kraft, die Gallerte zu er-zeugen, woraus der Chalzedon und der Achat nothwendig entstehenmüssen (S. 8>st. ^in. r. p. zv6.'r, der Kalkerde, und die
' hernach erhaltene so feste Consistenz derselben der Bindekraft des Eisenszuzuschreiben wäre? Aber da müßten auch beyde Erden im Achate selbst,wenigstens in der Mutter der Achate und Chalzedone enthalten seyn.Wir wollen dieses untersuchen.
Die meisten Achate liegen in Laven und Mandelsteinen. Bey-de Steinarten sind an Kieselerde reiche eisenschüßige Thone, die oft
mit