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Physikalische Arbeiten der einträchtigen Freunde in Wien. [Zweyter Jahrgang.]
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niges junges Vieh alhier gefuttert, welches aber im Sommer auf diein der Nähe gelegene Herrschaft Gchsenburz zur Weide getrieben wird.Die ganze Wirthschaft wird von einem Meyer , einer Meyerin , einemKnechte und zwo Mägden besorgt. Da diese aber nicht im Stande sind,alle Arbeiten zu bestreuten, so sind n Bauern dazu gewidmet, diedurch Robbothen das Nöthige in der Pflüg-und Erndezeit verrichten.

Man sieht aus dieser kurzen Nachricht, daß die Landwirth-schaft in diesen Gegenden wirklich noch so unvollkommen ist, alslmansie ausruft. Das Getreide ist, wie man aus dem Gesagten bemerkenwird, von einer sehr geringen Ausgebigkeit, und die hiesige Milchnu-zung macht mit der zu Durkersdorf einen sehr grossen Abstand. Anallem diesen ist wohl der Mangel an Klee und an Mergel Schuld; allein,erstem könnte man bauen, und letztem aufsuchen. Selbst der Meyerhatte Erfahrung genug, um mir hierin, als ich ihm deshalb befragte,Beyfall zu geben. Aber es ist allzeit so gewesen, sagte er, und unsereHerren wollen es nicht anders haben.

Ich kehrte nun nach der Stadt wieder zurük, und bemerktezur linken einen Kalvarienberg, an dessen Fusse ein artiges Gebüschevon Kastanienbäumen angelegt ist. In seinem Innern befindet sichein guter Keller, aus dem die müden Wallfarter Erfrischungen Hollen.

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- Gleich bor der Stadt ist ein Armenfpital, das von Samm-lungen und der Almosenbüchse unterhalten wird. Seine Bewohnersind arme alte Bürger, dermal rs an -er Zahl, deren jeder, wennzwey zusamen leben täglich nur 2, und wenn einer sich allein verpflegt,täglich 3 Kreuzer erhält, wovon sich diese armen Leute alles anschaffenmüssen. Sie haben also, ausser diesem wenigen Gelde, nur Dach undFach; und müssen noch überdies die armen reisenden Handwerkspurschebeherbergen, wofür man dem Spital 60 Bund Stroh giebt. Ichwünsche diesen Bedaurungswürdigrn von ganzer Seele einen bessernFond, und eine reinlichere Wohnung.