Zentner zo bis z <5 Gulden gefordert wurden, da der beste holländischeKrapp nur auf 40 Gulden zu stehen kömmt.
Die meisten Kattune, besonders die feinen, werden mit deeHand geglätet. Man gebraucht hiezu weiffes Wachs und Achate, dieeinige Stunden von hier, zu Larlsterren gefunden werden. Es istzwar auch eine Glätmaschine vorhanden, die mit Glas glätt; allemsie wird nur zu den grobem Stücken gebraucht.
Es werden jährlich über 40260 Stüke, jedes Stük zu rsEllen, alhier fertig gemacht. Der Vorrath an Wolle, Garn, Mate-rialien rc. beträgt immer einen Werth von 500000 Gulden, und diejährlichen Ausgaben sollen sich auf 900000 Gulden belauffen.
Es arbeiten immer an die 500 Personen in der Manufaktur,nämlich bey ioo Drucker, deren jeder feinen Jungen hat; an die 22»Mahlerinen, welches meistens Sodatenmädchen sind, die immer zweyund zwey auf einem Stücke mahlen, und wovon sich jede täglich 3 bi-15 Kreuzer verdient; und endlich gegen 120 Personen, die aus Fär-bern, Bleichern bestehen. Die Modelsteher und Drucker verdienen sichdabey das meiste. Es wurde mir ein Model zu einem Kaffeetuche ge-zeigt, wofür allein 222 Gulden bezalt wurde. Das Kaffeetuch wirdaber auch um 4 Dukaten verkauft. Die Drucker verdienen sich mo-nathlich 20, zc>, 42 und noch mehr Gulden.
Die Manufaktur ist überhaupt so gut eingerichtet, daß fle denRuhm, daß sie die beste Kattunmanufaktur in Oesterreich sey, mit Rechtverdient. Man läßt es an nichts ermangeln, den Waaren Schönheitund Güte zu verschaffen , und man läßt sich die Kosten nicht zuviel wer-den, die neuesten und schönsten Zeichnungsmuster aus England, Hol-land und Frankreich zu verschreiben.
Die Verfchleislager sind in Wien, Prag und presburg,alvo die Waaren durch Kommijsionalrs verhandelt werden. 3 ' Wien
steigt