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sich überhaupt durch solche industriöse Anstalten ein grosses Vermögenerworben hat.
In der Nähe von Mölk sieht man viele sehr schöne und frucht-bare Felder, einige Safrangärten, und manche sehr artige Buchen-wälder.
Den r2ten Wonnemonds. Mölk ist nur wegen des prächti-gen Benediktinerklosters merkwürdig, das hier auf einen ziemlich stei-len Schieferfelsen erbaut ist. Die Kirche ist eine der schönsten, die mansehen kann, und soll über 80000 Gulden gekostet haben. Alle Altäresind aus salzburgischen Marmor gehauen, wovon roth, grün, weißlichund fleischroth die gewöhnlichsten Farben sind. Zwey 'Altäre haben mirbesonders gut gefallen, wo man statt der gewöhlichen Alterbläter,Pyramiden von fleischfarbnen Marmor aufgesetzt hat.
Unter den Altarblättern sind einige auf Kupfer von Roeh-»iieycr gemahlt. Die besten scheinen mir die Geburt Christi, und der 'heilige Sebastian zu seyn; besonders gefiel mir das erste ausnehmendgut. Uebrigens verdient auch das grosse prächtige Orgelwerk die Auf-merksamkeit eines Fremden; nur Schade daß ich den Meister nicht er-fragen konnte. '
Die Bibliothek ist ein hübscher Sall, der etwas über 5000Bande besitzen mag. Ausserdem sind noch gegen 200 Manuskripte vor-handen , worunter eine ^.tteonomia aus dem achten Jahrhun-dert , und ein sehr schön geschriebener Horaz aus dem roten Jahrhun-dert besonders merkwürdig sind.
Die älteste abgedruckte Bibel, die man hier aufbewahrt, istvorn Jchre 1470 mit Holzftichen.
Von neuen Werken traf ich hier mehr an, als in Klosterbi-bliotheken sonst gewöhnlich ist, unter andern auch die französische Enci-klopädie mit Kupfertaseln, das grosse zeilerische Universallericon, die neue
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