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Physikalische Arbeiten der einträchtigen Freunde in Wien. [Zweyter Jahrgang.]
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man den Wieswachs der guten Mutter - Natur, welcheauch so reichlichdafür sorgt, daß allenthalben ein Ueberfluß an Fourage ist.

Von Getreidarten werden Roggen, Weizen, Gerste, Ha-ber , Hirs, und etwas Buchweizen gebaut. Der Roggen geräth imganzen Lande sehr gut, der Weizen und die Gerste aber auf der Wcl-strheide, im Inn und Mühlviertl am besten.

Von Hülsenfrüchren baut man Linsen, Erbsen, Wicken,Bohnen, und hie und da etwas Kartoffel oder Erdapfel; türkschenWeizen aber hab' ich im ganzen Lande nicht gesehen.

Flachs, Hanf und Hopfen gerathen sehr gut. Der besteFlachsbau ist im Traun - Müht und Machtand - Viertl; der meisteund beste Hopfen aber wird im Innvierrl gebaut.

An <l>bst, besonders anpirschen, Zwetschgen, Aepfel undBirnen hat dieses Land in den meisten Gegenden, besonders um Linzund gegen Böhmen hin, einen Ueberfluß. Die Aepfel und Blrnensind hier von einem besonders trefiichen Geschmake, und da es dem Landean eignem Weine fehlt, so wird aus diesem Früchten ein sehr guterLider gebraut, der von dem gemeinen Volke haufflg genossen wird.Einige Bauern wissen dieses Getränke so gut zu zurichten, daß es sichzuweilen einige Jahre halt, da es alsdenn wie ein guter Wein schmekt.

Bon diesen Obstarten wird auch vieles getroknet, und in ail-dre Länder verhandelt, und vieles frisch nach Wien gebracht.

Anden übrigen Gartengewächsen, besonders an pohl, Salat,Rüben rc. ist ebenfalls kein Mangel, und der Bauer, der den Städtennahe ist, weis sehr wohl, welchen Nutzen er aus dem Absätze dieserWaaren ziehen kann.

Auch werden die meisten ausländischen Früchte, wenigstens inden Gärten, gezogen; nicht weuiger kommen alle Blumen gut fort,

und