Band 
Physikalische Arbeiten der einträchtigen Freunde in Wien. [Zweyter Jahrgang.]
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Von schädlichen Ungeziefer ist dieses Land ziemlich befreyt; aussereinigen kleinen Eidcxen, frören, und Fröschen; dann ausser etlichenkleinen Natern und andern Würmern, trift man wenige oder gar keinean. Hingegen ist an eßbaren Schicken, schönen Schmetterlingen,Lasern, so wie auch an Wespen und Ameisen kein Mangel. Die Bie-nenzucht aber, welche nur einheimisch, nämlich in Körben und Stöckenbetrieben wird, ist nicht sehr beträchtlich; Daher hier Wachs und Ho-nig nicht häuffig ist.

Soviel es aber endlich die Landwirtschaft überhaupt betrift,so haben die Oberösterreicher hierin einen Vorzug, der sie sehr über ihreNachbaren heraushebt. Ich habe dieses schon in den ersten Blätterndieses Tagebuches bemerkt, und habe nur noch hinzu zu setzen, daß Ob-r-österreich die wahre Schule der Landwirthschaft, in den österreichischenStaaten seyn kann.

Die Viehzucht ist so beträchtlich und so ansehnlich, als man sienur immer wünschen kann, welches sich besonders vom Traunviertl be-haupten läßt. Doch sind die aus diesem Zweige der Landwirthschaftfließenden Produkte, als Fleisch, Schmalz, Butter, und Speck, nichthinreichend, den Bedürfnissen der zahlreichen Einwohner, welche sichvorzüglich durch die häuffigen Manufakturen und Fabriken vermehrt ha-ben , genüge zu thun. Daher noch jährlich viele von diesen Viktualienaus Ungarn, Böhmen rc. ins Land gebracht werden.

Da der Viehstand so beträchtlich ist, so kann es auch an Dungnicht fehlen z ungeachtet die Stallfütterung nur um Mattikhofen ein-geführt ist. Die Felder werden also vortreflich gedüngt, and noch über-dies, wie ich schon oft bemerkt habe, fast allerwärts mit Mergel ver-bessert.

Der Landmann ist aber damit noch nicht zufrieden. Er suchtden Aker durch eine gute Bestellung noch tragbarer zu machen; und ohnedie Kräfte der Natur zu kennen, bedienter sich derselben, die er blosaus langer Erfahrung nur den Wirkungen nach kennt. Hieher gehört,

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