zum Beyspiel, die im ganzen Lande übliche Gewohnheit, den Aker inschmale, höchstens 5 Fuß breite Bethen zu theilen, und diese Bethen sozu pflügen, daß sie in der Mitte einen hohen Rüken, folglich viele Ober-fläche bekommen, die dem Einflüssen der Luft und der Witterung aus-gesetzt sind, und daher von den fruchtbar machenden falzigten und oelig-teu Theilen mehr empfangen, als wenn der Aker flach, oder eben ge-pflügt wird, und folglich mehr Oberfläche hat.
Auch hält man hier sehr darauf, das Feld so oft als möglichumzupflügen. Zur Kornßrat, z. B. wird dreymal gepflügt, nämlicheinmal im Frühjahr, das zwotemal im Juli oder August, und denn dasdritemal zur Saat, welche gemeiniglich in der Hälfte des Oktobers ge-schieht.
Die Ernden sind auch in den meisten Gegenden sehr ergiebig.Der Weizen giebt gemeiniglich 6 bis ic> fachen Sammen; ja auf eini-gen Feldern hat er schon 20 bis zo fachen Sammen gegeben. Der Rog-gen schüttet zwischen 4 bis 7; der Haber von z bis s und die Gerste von5 bis i2 fachen Sammen.
Der beste Getreidbau ist I'nn-Mühl-und Machlandvierel.Das erftre ist besonders wegen seines vortreflichen Weizen-und Ger-ftenbaues bekannt.
Ich komme nun auf die Industrie und besonders auf die Ne-bengewerbe der Landleute. Es ist nöthig, daß ich, um mich verständ-licher zu machen, die arbeitende Klasse des Volkes in ihre Arten abtheile.Die erste Art sind die Bauersleute, die sich hauptsächlich mit der Vieh-zucht und dem Akerbau beschäftigen; die zwvte die B^rg-und Eisenar-beiter; und die dritte Art sind die Handwerksleute und Fabrikenarbeiter.
Die Landleute legen sich ausser ihrer erstgenannten Hauptbe-schäftigung noch auf vielerley Nebengewerbe, als auf die Spinerey inFlachs, Wolle und Baumwolle; Garten-und Obstbau, auf die Kohl-brennerep rc. Um Weidhofen, Gmunden, und im Traun - und Mühl-
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