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Physikalische Arbeiten der einträchtigen Freunde in Wien. [Zweyter Jahrgang.]
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lebt, und kömmt dem Landwirte, welcher Viktualien zu verkauffen hat,vortreflich zustatten.

Inzwischen scheint es aber, als wenn dieser Wohlstand das ober-österreichische Landvolk ein bischen stolz gemacht hatte. Wenigstens istes nicht sonderlich freundlich und höflich; Doch versteht sich dies nurvom gemeinen unk grösten Haufen. Den Städtern und Städterinnenfehlt es an Artigkeit eben nicht; und man muß besonders ihre Aufrich-tigkeit , Dienstfertigkeit und gaftfreyes Wesen rühmen.

Erziehung und Schulwesen stehen hier auf dem nämlichenFusse, wie in den übrigen kaiserl. deutschen Staaten. Es fehlt alsonicht an Gelegenheiten, sich Kenntnisse zu erwerben. Ausser den in je-dem Flecken und beynah in jedem Dorfe aufgerichteten Normalschulen,die ich lieber Volksschulen genannt haben möchte, sind auch noch aneinigen Orten Gymnasien, und zu Rremsnn'mster ein adeliches Erzie-hungs Institut, das der Ritterakademie iu Wien ähnlich ist.

Zu Linz ist ein Lyceum, auf dem, ausser den niedern lateini-schen Klassen, die Philosophie, Theologie, die Rechten, die Physik unddie politischen Wissenschaften gelehrt werden. Nur Schade, daß dienüzlichsten Wissenschaften, ich meyne die Landwirtschaft, Naturge-schichte, Technologie, Therme, Experimentalphysik rc. auch hierverabsäumet werden.

Inzwischen trift man sowohl unter Leuten, die Aemter beglei-ten , als auch in Klöstern und unter den übrigen Geistlichen, gelehrteMänner an, die, wenn sie ihre Kenntnisse mittheilen wollten, sich ge-wies Ruhm erwerben würden.

Daß Bürgersleute Lesen, Schreiben und Rechnen können, isthier eine gewöhnliche Sache; welches sich auch von sehr vielen Bauernbehaupten läßt. Ja dermal dürften wenig Bauerkinder anzutreffenseyn, die dies in den Normalschulen nicht gelernt hätten. Der wichtigeNuzen, der in der Folge hieraus entspringen wird, scheint zwar hie und

da