Band 
Physikalische Arbeiten der einträchtigen Freunde in Wien. [Zweyter Jahrgang.]
Seite
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Die Beschaffenheit des Bodens ist, überhaupt gerechnet, imganzen Lande sehr fruchtbar; nur giebt es noch viele Sümpfe und Mo-räste, die von ausgetrokneten Seen und Pfüzen zurükgeblieben sind.

Der gröste Theil des Bodens ist thonigt, und nur wenige Thä-ler haben einen Sandboden. Die Weiden und Wiesen haben gemeinig-lich eine fette schwarze Erde. Uebrigens hat das Land sehr viele Wäl-der.

Daher ist die Luft rauh, und die Witterung sehr abwechs-lend und kalt. Der Winter dauert gemeiniglich 7 bis 8 Monate, unddie Kälte ist um Weyhnachten herum so heftig, als sie immer in Ruß-land seyn kann. Der Sommer dauert kaum z bis 4 Monate, ist aberoft so heiß, besonders in den Gegenden, wo Kalkberge sind, daß manMühe hat, sich von -er heftigen Hize zu schüren.

Produkten aus dem Mineralreiche (*).

Ich komme nun auf die Beschreibung der Produkte dieses Lan-des. Aus dem Mineralreiche hat es viele auszuweisen, indem die mei-sten Gebirge, besonders die an den kärntnischen und tyrolischen Grän-zen, edel an Erzen sind.

Erden und Steine^

Solche, an welchen die Ralkcrde den gröften Antheil hat.a) Reinere.

1. Kreide, 6reta. Im Blümbach Unweit Werfen.

2 . Lalkftnter, 8ta!aLkitss. Im Geiöberg, Untersverg und in vie-len andern Salzgebirgen, welche Höhlen und Klüfte enthalten.Von dieser Höhlen giebt es im Untersberg die meisten und merk-würdigsten, und man soll einige Stunden in denselben herumstei-gen können.

z. Lalk-

(*) Sammlungen von salzburgischen Mineralien bestzen Herr Bcrgbauptmann undLieber, und Herr TruchseS Mehofer in Salzburg, dann Herr Bergwerks»!«kekto.r A-xhofer in Ranrmingsicrn, wovon die erste die vollständigste ist.