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Physikalische Arbeiten der einträchtigen Freunde in Wien. [Zweyter Jahrgang.]
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tückschen Weizen, Hirs, Buchweizen, Linsen, Reis oder Erdapfelaber hab' ich nirgend angetroffen. Am besten geräth die Gerste und derHaber, zum Beweis, daß es ein sehr kaltes Land sey.

Der Weinstock hat hier noch kein Bürgerrecht erhalten; dennausser einigen Reben in den adelichen Gärten , werden im ganzen Landekeine gepflanzt.

Hopfen, Flachs und Hanf aber werden ziemlich häuffig gebaut;doch nicht in solcher Menge, daß sie Handlungsgegenstände ausmachenkönnten. Tobak aber wir^ hier keiner gebaut.

Mit den Baumfrüchten steht es ebenfalls etwas mißlich aus.In freyer Luft gedeyhen nur Barschen, Zwefchgen und Pflaumen, Ae-pfct und einige Birnen. Pomeranzen, Mandeln, Pfirsiche, Feigen re.aber kommen nur in Glashäusern fort.

Hingegen findet man in den Gebirgen eine Menge Haselnüssen,Schwarzbeeren, Schlehen, Vogelbeeren, Hagebutten, Erdbeeren,Himbeeren, Brambeeren, wilde Aefel, waldkirfchen, Hollunder.

Von Gartenfruchten gerathen ebenfalls nur wenige in freyerLuft; z. B. Kopfkohl, welcher im ganzen Lande sehr häuffig gebaut,und zu dem sogenannten Sauerkraut verwandelt wird; ferners meiste,gelbe und rothe Rüben, Salat, Knoblauch, Zwiebel, Rettich, Kohl-rüben rc. Artifchoken, Ananas, Spargel, Melonen rc. aber gedey-hen nur in Glashäusern.

Von Sommergewachsen und Blumen trift man nur folgen-de an; Roßmarin, Salbey, Feldlillien, Kümmel, petersillen, Se-lery, Kalmus, Nelken, viel Mohn, Lavendl, Münzen, Violen,und viel Wacholder rc.

In den Gebirgen findet man eine Menge der heilsamsten Krau-ter und Wurzeln, wovon Enzian, Speik und Süßholz am meisten

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