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Physikalische Arbeiten der einträchtigen Freunde in Wien. [Zweyter Jahrgang.]
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An ^astn giebt es eine beträchtliche Menge; doch haben sie sichseit einigen Jahren ziemlich vermindert. Die Hasenjagden gehen, wennsie gehalten werden, sehr ins Grosse; und es ist nicht lange, daß auf ei-ner derselben bey Alesheim 2200 Haffen geschossen wurden.

Die Fischereyen sind sonst viel beträchtlicher gewesen, als siees izt sind, weil man selten die rechte Zeit Hiebey beobachtet. Die hie-sigen Fische, besonders die Saiblinge undFoullen, sind von einer ganzbesondern Köstlichkeit.

Auf eine gute Waldkultur fängt man nur erst izt an zu den-ken, und bisher hat man noch keine Wälder durch Saamen gepflanzt,welches man doch schon lange hätte thun sollen; denn obwohl das Landnoch eine Menge schöner und grosser Wälder hat, so ist der Holzver-brauch , besonders bey den vielen Bergwerken so stark, daß es in einigenGegenden wirklich schon zu mangeln anfängt.

Gewerbe, Manufakturen und Fabriken.

Die Nebengewerbe des salzburgischen Bauernvolkes sind zwarso manchfaltiq und beträchtlich eben nicht. Der Ackerbau, die Vieh-zucht und die Bereitung der Butter und des Schmalzes sind beynaheseine einzige Beschäftigung. Indessen kömmt doch die Kunst, das Viehzu kastriren, hieher zu rechnen, wodurch dieses Land jährlich einige tau-send Gulden gewjtznt; denn in allen benachbarten Provinzen werden diePferde, Stiere-Schweine rc. durch Salzburger kastrirt.

Die Spinnerey ist hier weder in Wolle noch Flachs von Be-trächtlichkeit; obwohl das Garn zu den groben wollenen Loden, in wel-chen sich das gemeine Volk zu kleiden pflegt, im Lande selbst gesponnenwird. Hingegen wird in ^allein und in einigen andern Gegenden vielBaumwolle versponnen, und daraus eine Menge Strümpfe, Mäzen,Handschuhe rc. bereitet, die einen wichtigen und schon lange bekanntenHandelszweig für Salzburg ausmachen.