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Physikalische Arbeiten der einträchtigen Freunde in Wien. [Zweyter Jahrgang.]
Seite
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2IK.

Weleenburg, ein Benediktinerkloster von r8 Geistlichen, undz dazu gehörigen Pfarreyen, in der traurigsten Gegend, die man sichnur denken kann. Es liegt so sehr zwischen Kalkfelstn eingeklammt, daßes nur selten den wohlthätigen Einfluß der Sonnenstrallen empfindet.

Auch machen diese Felsen hier einen so engen Paß, daß die Do-nau kaum 8 bis lo Klafter breit, aber so tief ist, daß sie sehr schwereSchiffe tragen könnte. Weil die heraufkommenden Schiffe von denPferden nicht gezogen werden können, indem sie unmöglich über die stei-len Felsen zu klettern im Stande sind, so müssen solche gegen den Stromgerudert werden. Weil dieser aber zu viel Gewalt hat, um ihm miteiner mäßigen Anzahl von Leuten hinlänglichen Widerstand zu leisten, sohat man eiserne Ringe in den Felsen bebeftigt, in welche die Ruderstäbeeingeklammt werden, durch deren Widerstand also das Schiff immer wei-ter gebracht wird.

Lehlheim, ein Marktfleken, wo die grösten Schiffe gebautwerden, die vonRegcusburg nach Wien kommen, daher man sie auchinsgemein nur die Rehlhammer nennt. Ein Schiff, welches iooo Zent-ner Ladung einnehmen kann, kostet hier bey 400 Gulden.

Abach, eine alte Beste, die Regensburg gegen über jenseiteines Berges liegt, und worinn ein Kaiser Heinrich (ich weis aber nichtwelcher?) residirte, und jede Nacht über diesen Berg nach St.Emeranin Regensburg wallfarthete.

Das übrige, was ich mir auf dieser Wasserfahrt noch angemerkthabe, besteht im folgenden:

Zwischen Donauwert und phöring kam bey einem grossen Fel-sen ein Eremit in einem kleinen Nachen zu uns angerudert, der mit sei-nem grossen weissem Barte eine fthr chaldäische Figur machte. Er lebtbereits über 30 Jahre in dieser einsamen Wohnung, die halb in dem Fel-sen ist, und hat bisher die ungestörte Freyheit genossen, jeden Vorüber-reisenden um ein Almosen anzusprechen, wofür er ihm Blumenwerk oder

Früch-