Band 
Physikalische Arbeiten der einträchtigen Freunde in Wien. [Zweyter Jahrgang.]
Seite
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Früchte aus seiuein Gärtchen prasentirt, das ftm mühsamer Flers aufdem öden Felsen angelegt hat.

Es giebt hier auf der Donau eine Menge Schiffmühlen, wovoneinige ebenfalls mit Hängrädern versehen find, die ich bey Rramburgan der Sau bemerkt habe.

Die Wälder, welche die Ufer der Donau begräuzen, bestehenvonDonauwcrt bis Ingolstadt meist aus Laubhölzeru, und ich habebey Voheburg den ersten Nadelwald gefthcn. Von Ingolftadr bis Re-gensburg aber bestehen sie gröstentheils aus Fichten und Tannen. Be-sonders giebt es um Weltenburg ungeheure Schwarzwälder, die sich bisRegensburg fortziehen.

Nirgend hab' ich eine so grosse Menge von Erdschwalbeu gese-hen, als hier, welche in den thonigten Ufern der Donau ihre Nester ha-ben, und sich zuweilen in Schwärme von einigen taufenden versammeln.

Die Gebirge sind, so viel ich bemerken konnte, in diesem gan-zen Striche talkartig. Und es giebt viele Felsen darunter, besondersum weltenburg, die so figurirt sind, dass sie Ruinen von alten Schlös-sern vorzustellen scheinen. Manche davon sind so grottesque, daß siedem Auge eine sehr sonderbare Scene zeigen, besonders wenn diese Rui-nen, wie man öfters sieht, mit einem Fichtenwäldchen umgeben sind.Die meisten dieser Kalkfelsen bestehen aus horizontallen Lagen, die ihreEntstehung aus dem Niederschlage des Wassers eben so deutlich beweisen,als viele andre dieser Art, insonderheit aber wie die Kalkberge bey Chiu-sa im Venetianischen («).

Als ich mich dem Zustande der Fisthereyen in der Donau erkun-digte, wurde mir gesagt, daß man von Donauwert bis Rcgensburgnoch zuweilen einige Biber in derselben antreffe, Die ihre Wohnungeneben so bauen, wie sie sich m andern Ländern bauen, nur nicht ganz so

künft-

(») S. meine Rrtstn durch Oesterreich, Stryermark, Italien rc. 4T.