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Erster Band.
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Spazier, r?ean Paul Richter.

im Folgenden sehe» werden. Indeß nahmen seine Ercerptenbiicherimmer z«, da er um Ostern 1781 schon 12 Quartbände derselbenzählte, und, um ihren Juhalt zu übersehen, ein großes alphabetischesVerzeichnis dazu machen mußte.

Es wurde zuvor gesagt, daß I. P. sich von der Influenza, dieWertherS Leiden und ähnliche Schriften jener Zeit in Deutschlandhervorgebracht haben, frei zu halten wußte. Um aber die Intensitätund Ausdehnung dieser moralischen Seuche ganz zu begreifen, führtunser Vers. aus einem Briese des nachmaligen CabinetS-MinisterSRehberg folgende an: „Ich war eben 17 Jahre alt, als Werthererschien. Vier Wochen lang habe ich mich in Thränen gebadet, nicht überdas Schicksal Werther'ö, sondern in der Zerknirschung meines eige-nen Herzens und in demüthigem Bewußtseyn, daß ich nicht so seynkann, wie dieser da. Viele Tausende sind durch dieses Buch innerlichzerrissen, und auf lange Zeit, manche wohl aus immer, an sich selbst irre,und des Ankers beraubt worden, dessen jeder Mensch bedarf." UnserDichter schreibt übrigens sein Freibleiben von dieser Krankheit sehrwahr „seiner Liebe zur Beschäftigung" zu, die schon manchen Jüng-ling vor dem Untergänge errettet hat, dem er, ohne jene hülfreicheGöttin, nicht entgangen wäre. Unter allen Schriftstellern, die er biszu dieser Zeit kennen lernte, zog ihn am meisten Theodor GottliebHippel (geb. 1741, gest. 1796) an, einer der geistreichsten Schrift-steller Deutschlands, dessen humoristische Werke (Lebensläufe nach auf-steigender Linie; über die Ehe; über die bürgerliche Verbesserung derWeiber u. s) vielleicht den ersten Rang in dieser Gattung einnehmen.An ihm bildete sich I. P. heran, und es ist offenbar, daß seine Artder Darstellung und Ansichten in sehr vielen Dingen ganz nach derseines großen Vorgängers modisicirt war.

Im Jahre 1781 bezog er die Universität zu Leipzig, wo er sichAnfangs von aller menschlichen Gesellschaft, wie in einer Wüste, ver-lassen fühlte und auch noch seine immer wachsende Armuth zn bekämp-fen hatte. Unter den Professoren zogen ihn besonders Platner undMorus an. Der erste hatte durch sein aphoristisch-sententiöses We-sen in der That viel Aehnlichkeit mit unserm Dichter. Die Erklärungder Stelle aus Shakespeare:-

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18 rouäeä willi s sleep *).

Wir sind von solchem Stoff, aus dem man Träume macht, und un-ser kleines Leben liegt rings herum im Schlaf.