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Spazier, Jean Paue Richter.
hallte bei ihm noch lange nach, und bewirkte, wie »r selbst sagte, eineganze Menge seiner Aufsätze. Unter den vielen Büchern, die ihmhier, in dieser Bücherstadt, in die Hände kamen, zog ihn besondersI. I. Rousseau an, mit dem er sich geistig verwandt fühlte. Aberauch dieser mit einer so reichen Phantasie begabte Mann konnte dieseines neuen Schülers und Freundes noch nicht gänz aus dem Schlafewecken, in welchen sie bisher versunken schien. Noch waltete in I. P.der Verstandesmensch vor; noch war er zu sehr mit Einsammeln vonKenntnissen und mit Excerpten aller Art beschäftigt, um seiner Phan-tasie die gefesselten Flügel zu lösen, und sich ihr, seiner eigentlichenGöttin, ganz zu überlassen. .
Mit dem Ende des JahreS 1781 kamen, da die Armuth seinerFamilie immer höher stieg, eigentliche Nahrnngssorgen über ihn, unddiese verfolgten ihn volle zehn Jahre. Da er die Hoffnung, die manihm gemacht hatte, in Leipzig durch mündlichen Unterricht seine häus-lichen Bedürfnisse zu bestreiten, unerfüllt und auch für die Zukunftunerfüllbar sah, so entschloß er sich, halb aus Neigung, halb aus Noth,ein Schriftsteller zu werden, um vielleicht dadurch seine ökonomischeLage zu verbessern. „Da ich mir nicht anders zu helfen weiß," schrieber an seinen Freund, den Pfarrer Vogel, „so will ich Bücher schrei-ben, um Bücher kaufen zu können; ich will das Publikum belehren,um auf der Akademie lernen zu können; ich will die Pferde hinterden Wagen spannen, um nur zuerst aus dem bösen Hohlweg zu kom-men." Indeß ging das Ding doch nicht so schnell, als man aus die-sem Geständniß schließen möchte. Er hätte doch auch gern etwas Gu-tes, ihm Ehrenhaftes geschrieben. Und so brachte er noch beinahe ein gan-zes Jahr zu, bis daS Werkchen von etwa zwölf Druckbogen fertig vorihm lag. ES waren aber dieß „die grönländischen Prozesse, II Theile."Es wird ohne Zweifel federn Leser auffallen, daß er den Gegenstand seinerersten schriftstellerischen Thätigkeit nicht aus seinen bisherigen Studien,den philosophisch-theologischen, genommen hat, sondern daß er auf ein-mal absprang vondem bisher Getriebenen zu ganz anderen, ihm völligfremden Dingen, größtcntheilü wohl nur, weil jene frühern Studien ihmdurch seine Lage in der Jugend gleichsam aufgedrungen wurden. Erhatte keine andern Bücher vorgefunden, als philosophische oder theo-logische, aber sie wurden ihm doch nie wahrhaft geistig verwandt,und in der Stunde, wo sein eigentlicher Genius in ihm erwachte,ließ er fene, als fremden Ballast, hinter sich, um sich frei und unge-