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Erster Band.
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Spazier, Jean Paul Richter.

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S. 113) AuSzüge auü derselben, die für die Freunde Richters umso interessanter sind, da sie gleichsam als die Embryonen zu' denspätern großen psychologischen Romanen zu betrachten sind, mit welchenRichter erst in seinen gereiften männlichen Jahren hervortrat.

Endlich, im November 1734, mußte er sich entschließen, Leipzigheimlich zu verlassen, da er keinen andern Weg mehr sah, den immerdringeudern Forderungen seines SpcisewirlheS und mehrerer andererauszuweichen. Er benahm sich sonderbar genug bei der Ausführungdieses Entschlusses, dessen Unrecht er wohl anerkannte, der ihm aberdurch die äußerste Noth geboten war. Er ging nach Hof zu seinerMutter, wo er die sechs folgenden Jahre bis 1789 in strenger Zurück-gczogcnhcit lebte. Hier wohnte er mit seiner Mutter und mehrerenseiner Brüder in derselben Stube, einer besseren Zukunft entgegen»sehend, zu der aber nicht viel Hoffnung war. Der Mangel allerwar sehr drückend; die ersten Becüisnisse deö Lebens konnten nichteinmal immer befriedigt werden» Selbst ein Leben bei Wasser undBrot im Gefängnisse konnte nicht mit seinem L.ben verglichen werden,dem daö letzte nur zu oft fehlte. Darum nahm er in spätern, bessernZeiten von einem reich besetzten Tisch so gern noch den Staudensalatheraus, um ihn mit trockenem Brote zu genießen, weil Salat undBrot in jenen Jahren die Hauptspeise der Familie gewesen ist, gleichsamwie zum Andenken an daS Brot der Trübsal, taS er in der Zeit derKnechtschaft gegessen hatte. Wenn uns, erzählte er nachher, zuweilenein Gulden ins Haus kam, so war daS ein solcher Jubel, daß wirhätten die Fenster einschlagen mögen. Es sind noch Briefe aus jenenTagen von ihm an seinen Freund Oerthel übrig, wo er ihn umeinen Gulden bittet, und wo er erst dann zu ihm zu kommen ver-spricht, wenn er Stiefel haben wird, die ein Mensch heut zu. Tage,wenn er ausgehen will, eben so wenig entbehren kann, als sonst dieFüße. Dem ungeachtet gab er seine Hoffnungen nicht aus, dermal-einst als Schriftsteller in dem Fache zu glänzen, für welches er sichin seinen grönländischen Prozessen gleichsam eine neue Bahn gebrochenhatte. Stark mußten diese Hoffnungen allerdings gewesen seyn, denner schien gar nicht daran zu denken, seine Talente für sich und seinedarbende Mutter zu irgend einem andern Broterwerbe zu benutzen,und arbeitete unablässig an seinen Excerpten und an seinen neuenAufsätzen weiter, die meistens in Satyren bestanden, welche er auchvon hier aus, obwohl vergeblich, den Buchhändlern anzubieten nichtaufhörte. Auch der menschenfreundliche Herder hatte nicht beliebt,

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