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Erster Band.
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Spazier, Jean Paul Richter.

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für das Wort „Verschlimmerung" 184 und für das Wort „Sterben"über 200 verschiedene Ausdrücke gesammelt.

Im Jahre 1788 erschien Richter'S Aussatz: „ScherzhaftePhantasie von I. P. F. HatuS" in Archenholz'S Länder- undVölkerkunde, ein sehr merkwürdiger Aussatz, besonders für jene Zeit,den man im 46sten Bande der sämmtlichen Werke Richter'S findenkann. In demselben Jahre schickte er auch wieder einige Aufsätze anHerder, die diesen zwar nicht trafen, da er eben verreist war, dieaber von seiner Frau, Caroline Herder, gelesen, und auch sehr

freundlich beantwortet wurden. So war also diese Frau die erste,die Jean Paul durch seine Dichtungen eroberte. Wir werden dieserFrauen später noch mehrere finden.

Zu Ende 1789 zog er wieder zu seiner Mutter nach Hof zurück,nachdem er seine Lehrerstelle aufgegeben hatte. Er legte nun seinesonderbare Tracht ab, erschien auch in seinem geselligen Betragen alsein anderer Mensch, und wurde sonach in den bessern Gesellschaften,die sich in Hof gebildet hatten, willig aufgenommen. Besonders

machte ihn seine in der That zur Virtuosität gebrachte Kunst, auf

dem Klavier und auf den Herzen der Mädchen zu spielen, bald sehr

beliebt unter dem andern Geschlecht. — Im folgenden Jahre mußteer aber, seiner ökonomischen Verhältnisse wegen, dieses ihm so liebgewordene Zusammensryn abbrechen, und als Kinderlehrer in seinaltes Schwarzenbach gehen. Die Schule, der er hier vorstand, undbald mit sehr viel Liebe vorstand, war der Wendepunkt seines Lebensund die Quelle seines Glücks und seines Ruhms geworden. An denKindern lernte er die Menschen und dadurch zugleich sich selbst, seinegeistige Kraft und die einzig wahre Richtung kennen, die er zu neh-men habe, um seinem hohen Talente mit eins ungehinderte Bewe-gung und freien Flug zu verschaffen. An diesen Kindern entzündetesich der elektrische Funke, der seine ganze Seele in Flammen setzte.Wie er seinen Unterricht und die ganze Erziehung, und mit welchemglänzenden Erfolge er sie betrieb, wird man gewiß nicht ohne In-teresse Vol. III. S. 15 u. f. lesen. Als eine seiner vielen Sonder-barkeiten, die er bei diesem Geschäfte in Anwendung zu bringen suchte,kann die Idee bemerkt werden, daß das Niederschreiben der gei-stigen Erzeugnisse das förderlichste Mittel zur Entwicklung des Geistessey. Das aus dem Papier herausentwickelte Product, sagt er, istimmer das vorzüglichste, und dabei hatte er selbst das Anschauen derBuchftabenzeichen gemeint, weil das Schreiben die Zeichen der Sachen

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